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Tōkyō im Sommer: 10 tolle Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten

Diana Casanova
Diana Casanova

Sommerzeit ist Reisezeit, doch wo verbringen wir am besten die heißen Monate? Tōkyō bietet zu jeder Jahreszeit spannende Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten, so natürlich auch im Sommer. Was kann man dort alles entdecken?

Chichijima
© Photo Ac / ii_tomoaki

Sommer ist Festival-Zeit! In Japan gibt es eine Vielzahl an traditionellen wie modernen Festivals, die in der Regel in den warmen Sommermonaten stattfinden. Dann ziehen sich die Japanerinnen und Japaner einen luftigen Sommer-Kimono, die Yukata, an, um durch die Gassen der belebten Matsuri-Feste zu schlendern, landestypische Snacks zu essen und vielleicht ein spektakuläres Feuerwerk am Himmel zu bestaunen. 

In Tōkyō ist der Sommer nicht ganz ohne: Im Juli, August und September klettern die Temperaturen gerne auf über 30 Grad, doch besonders die hohe Luftfeuchtigkeit macht den Menschen zu schaffen. Viel Wasser trinken und Pausen während einer anstrengende Reise einzulegen sind daher dringend geraten! Doch trotz der Hitze gibt es gerade zur heißen Jahreszeit viel in Tōkyō zu erleben und entdecken. Also schnell ein erfrischendes Kakigōri-Eis verspeist und ein kühles Ramune geschlürft und auf geht’s! Das sind die 10 besten Sommeraktivitäten in der Mega-City!

1. Spaziergänge in der Yukata

Wie bereits erwähnt, im Sommer holen die Japanerinnen und Japaner ihre dünnen Yukata aus dem Schrank, um ein typisches Matsuri-Fest zu besuchen. Ursprünglich war eine Yukata ein vielfältiges Kleidungsstück, die man z.B. bei der Haus- oder Feldarbeit trug – quasi die “Jeans unter den Kimono”. Eine Yukata gibt es in allen erdenklichen Farben, Mustern (meist mit traditionellen Motiven) und Preisklassen. Oft werden neue Yukata gleich im Set mit einem passenden Gürtel, Sandalen und einer Tasche angeboten. Ab April findet man die bunten Yukata in Modegeschäften und Souvenirshops. In touristischen Vierteln wie Asakusa und Harajuku bieten diverse Geschäfte einen Kimono- oder Yukata-Verleih an. Für eine festgelegte Dauer können Sie dann im perfekt sitzenden Yukata durch die Gassen Tōkyōs ziehen und ein Matsuri-Fest besuchen. Eine großartige Sommererfahrung!

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2. Sternenfest Tanabata

Am 7. Juli wird in Japan traditionell das Tanabata-Fest, auch Sternenfest genannt, gefeiert. Das Fest beruht auf einer alten chinesischen Legende, die in Japan folgendermaßen erzählt wird: Die junge Weberin Orihime (der Stern Wega) verliebte sich in einen Hirten namens Hikoboshi (der Stern Altair). Ihre Liebe zueinander hat sie jedoch so sehr von ihrer Arbeit abgelenkt, dass der Herrscher des Universums Hikoboshi auf die andere Seite der Milchstraße verbannte. Durch den Fluss auf ewig von ihrem Liebsten getrennt, war Orihime so untröstlich, dass es den beiden erlaubt wurde, einmal im Jahr, nämlich am 7. Juli, den Fluss zu überqueren und sich zu treffen. 

Vor allem die Stadt Sendai (Präfektur Miyagi) und die Stadt Hiratsuka (Präfektur Kanagawa) sind für ihre ausladenden Tanabata-Feste bekannt. In Tōkyō gibt es einige Veranstaltungen rund um das Sternenfest, doch die bekannteste ist das Shitamachi Tanabata Matsuri. Auf der 1,2 km langen Straße zwischen Ueno und Asakusa gibt es Tänze, Stände und allerlei Traditionelles zu entdecken und Besucher werden in die rustikale Welt des “alten” Tōkyō hineingeführt.

tanabata
Dekorationen des Tanabata-Fests ©T.Kiya

3. Sumidagawa-Feuerwerksfestival

Eines der größten Feuerwerksspektakel in der japanischen Hauptstadt findet jährlich am letzten Samstag im Juli am Fluss Sumida nahe des Vergnügungsviertels Asakusa statt. Auch wenn man es von fast überall in Asakusa sehen kann, ist die beste Stelle dafür das Flussufer zwischen der Sakurabashi- und der Umayabashi-Brücke. Das Festival hat seinen Ursprung im Jahre 1733, als Feuerwerke dazu dienten, die Bevölkerung zu unterhalten und den Verstorbenen zu ehren. Jährlich verfolgen Millionen Menschen das Event und dementsprechend voll wird es: Viele Menschen reservieren sich bereits zur Mittagszeit ein Plätzchen und verweilen dort bis zum Start am Abend. Traditionell handelt es sich beim Sumidagawa-Feuerwerksfestival übrigens um einen Wettbewerb, bei dem seit jeher verschiedene Pyrotechniker ihre Handwerkskünste zur Schau stellen. 

[Achtung: 2022 findet das Event nicht statt!]

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Sumida Feuerwerk
Das Feuerwerks-Festival am Sumida-Fluss gehört zu den größten seiner Art. © 恵藤 / Photo AC

4. Adachi-Feuerwerksfestival

Die kleine Schwester des Sumidagawa-Festivals ist das Adachi-Feuerwerksfestival, welches ebenfalls Ende Juli stattfindet und mehr als 600.000 Besucher anzieht. Das Festival am Arakawa-Fluss im Tōkyōter Stadtteil Adachi dauert ca. eine Stunde und begeistert mit seinem “goldenen” Finale Jung und Alt. Auch hier empfiehlt es sich frühzeitig vor Ort zu sein, denn die beliebten Plätze am Flussufer sind schnell besetzt. Bei gutem Wetter eignet sich dieser Tag also wunderbar für ein kleines Picknick am Fluss!

[Achtung: 2022 findet das Event nicht statt!]

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Feuerwerk über dem Adachi-Fluss.
Feuerwerk über dem Adachi-Fluss. © Photo AC / まるう

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5. Kōenji Awa Odori Festival

Tōkyōs größtes Straßenfestival mit über eine Million Besuchern jährlich lässt wahrlich keine Wünsche offen. Am letzten Wochenende im August verwandelt sich das Viertel Kōenji im Westen Tōkyōs in ein lebensfrohes Feuerwerk voller Tänze, Musik und Spaß. Der traditionelle Tanz Awa Odori, dessen Ursprung in der Präfektur Tokushima liegt, wird hier von bis zu 12.000 Tänzerinnen und Tänzern aufgeführt. Das zweitägige Festival ist eines der größten Spektakel der Stadt, das sich ausländische Touristen auf keinen Fall entgehen lassen sollten. 

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Kōenji Awa Odori Festival.
Kōenji Awa Odori Festival. © Photo AC / makoto.h

6. Chillen im Odaiba-Meerespark

Das Vergnügungsviertel Odaiba ist zwar vor allem für seine zahlreichen Einkaufs- und Messezentren sowie modernen Museen bekannt, aber da es sich um eine (wenn auch künstliche) Insel handelt, kann man dort auch wunderbar am Strand entspannen. Mit Blick auf die Bucht von Tōkyō sowie auf die Skyline des “Festlandes” lässt es sich im Odaiba-Meerespark spazieren und pickpicken. Auch bei Wassersportlern ist der Park sehr beliebt, sodass Sie mit Glück ein paar Windsurfer unter der ikonischen Rainbow Bridge beobachten können. Zwar ist das Schwimmen nicht erlaubt, aber dafür ist die Nachbildung der amerikanischen Freiheitsstatue nicht weit entfernt. 

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Blick auf die Odaiba Rainbow Bridge und Freiheitsstatue
Aussicht auf die Rainbow Bridge.

7. Kagurazaka Matsuri

Ein weiteres großes Tōkyōter Sommerfestival findet Ende Juli im angesagten Viertel Kagurazaka nahe der Station Iidabashi im Zentrum der Hauptstadt statt. Das zweitägige Spektakel besteht zum einen aus einem großen Markt, zum anderen aus einem großen Awa Odori-Tanzfest, das den Charme des alten Tōkyōs entlang der Kagurazaka-Straße wieder aufflammen lässt. 

[Achtung: 2022 findet das Event nicht statt!]

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8. Harajuku Omotesandō Super Yosakoi

Was sich bis heute zu einem großen Spektakel mit unzähligen Festivals in ganz Japan ausgebreitet hat, nahm seinen Anfang in der Präfektur Kōchi auf Japans kleinster Hauptinsel Shikoku. Im Jahr 1954 fand hier zum ersten Mal das Kōchi Yosakoi Festival statt. Yosakoi selbst soll sich aus dem traditionellen Tanz Awa Odori entwickelt haben. Das Harajuku Omotesandō Super Yosakoi Festival Ende August dreht sich um diese energievollen Tänze und ist eines der größten Festivals Tōkyōs. Von morgens bis abends treten zahlreiche Yosakoi-Gruppen auf verschiedenen Bühnen im Viertel Harajuku auf, dem bis zu eine Million Besucher jährlich beiwohnen.

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Yosakoi
© Photo AC / Harusz

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9. Eintauchen ins Shinagawa Aquarium

Wem es in der schwülen Hitze Tōkyōs dann doch etwas zu anstrengend wird, kann sich drinnen etwas abkühlen. Wie etwa in einem angenehm klimatisierten Aquarium, umgeben von über 450 Unterwasserarten. Im großen Shinagawa Aquarium tummeln sich zahlreiche Meerestiere und -pflanzen, die Jung und Alt beeindrucken. Ein Highlight ist der 22 Meter lange Tunnel, der einen einzigartigen Blick auf das Leben Unterwasser ermöglicht. 

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10. Entspannter Inselurlaub 

Wer den großen Menschenansammlungen der japanischen Feste vollends entfliehen will, findet in den Inselwelten Tōkyōs vielleicht genau die richtige Mischung aus Abenteuer- und Erholungsurlaub. Ca. 1000 Kilometer von der japanischen Hauptinsel Honshū entfernt, ist die Insel Chichijima die größte Insel der Ogasawara-Inselgruppe, welche zur Präfektur Tōkyō gehört. Dort erleben Sie unberührte Natur, wunderschöne Strände und eine faszinierende Flora und Fauna, die Ihnen völlig neue Eindrücke von Japan geben werden. Ob Sie Wale und Delfine beobachten, nahe versunkenen Schiffen schwimmen, bei Nacht Sterne beobachten oder auf den zahlreichen Pfaden spazieren gehen möchten, auf Chichijima kommt wahre Abenteuerlust auf. 

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Reise nach Tōkyō geplant? Das offizielle Tourismusportal für Tōkyō liefert alle wichtigen Infos auf einen Blick! Go Tokyo

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