caroline kennedy
US-Botschafterin Kennedy bei der ersten öffentlichen Ansprache nach ihrem Amtsantritt in Japan im November 2013.

NEWS | US-Botschafterin Caroline Kennedy tritt zurück

US-Botschafterin tritt nach drei Jahren von Amt zurück +++ Caroline Kennedy war erste Frau im Amt der US-Botschafterin in Japan +++ Kennedy setzte sich unter anderem für die US-amerikanischen-japanischen Beziehungen sowie Frauen- und LGBT-Rechte ein

Zeitgleich mit der Amtseinführung Donald Trumps am 20. Januar 2017 als US-Präsident wird die US-Botschafterin in Japan Caroline Kennedy nach drei Jahren im Amt von ihrem Posten zurücktreten.

Seit November 2013 war Kennedy, Tochter des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy und dessen Ehefrau Jacqueline Bouvier Kennedy, als US-Botschafterin in Japan tätig. Seit dem Amtsantritt begleitete sie eine Beliebtheit bei der japanischen Bevölkerung, die unter anderem auf dem Erbe ihrer Eltern aufbaute.

Auch in ihrem Video-Abschied vom 10. Januar 2017 dankte sie jenen, die ihr gegenüber den Respekt und die Bewunderung ihrer Eltern ausgedrückt hatten. Sie habe sich gefühlt, als hätte sie zur Erfüllung des Wunsches ihres Vaters beigetragen, die Zusammenarbeit zwischen den Demokratien USA und Japan zu stärken.

Die Videobotschaft Kennedys wurde von der US-Botschaft in Tōkyō veröffentlicht. Die vielen positiven Kommentare unter dem Youtube-Video zeugen von Kennedys Beliebtheit in Japan.

In der Abschiedsbotschaft dankte Kennedy unter anderem Japans Premierminister Abe und dem japanischen Außenminister Kishida Fumio, die beide für die gesamte Dauer von Kennedys Zeit als US-Botschfterin ebenfalls im Amt waren.

Caroline Kennedys Erbe

Kennedy hat einen großen Beitrag zur Stärkung US-amerikanisch-japanischer Beziehungen geleistet. Unter anderem hatte sie den historischen Besuch des US-Präsidenten Barack Obama in Hiroshima mit anderen im Jahr 2016 ermöglicht.

Als erste Frau, die das Amt der US-Botschafterin in Japan innehat, setzte Kennedy sich aktiv für Frauenrechte und gesellschaftliche Gleichberechtigung ein. Sie unterstützte die LGBT-Bewegung und war an Hilfmaßnahmen, wie der Tomodachi-Initiative für die von der Dreifachkatastrophe 2011 betroffenen Tōhoku-Region, beteiligt.

Trotz ihrer Popularität bei der japanischen Bevölkerung und ihren erbrachten Leistungen, sehen manche Kritiker Kennedys Erbe mit gemischten Gefühlen. Das Amt als US-Botschafterin war Kennedys erste diplomatische Position. Ihr hätte die nötige Erfahrung gefehlt, um die amerikanische Regierung bei kontroversen Themen ausreichend von Tōkyō aus zu unterstützen. Dies wäre unter anderem aus einem Bericht des US-Büro des Generalinspekteurs im Jahr 2015 hervorgegangen, so die Japan Times.

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