Tōkyōs schillernder Nachbar: Tagestrip nach Yokohama

Hannah Janz
Hannah Janz

Von Tōkyō aus ist Yokohama in weniger als einer Stunde erreichbar. Und doch ist die Atmosphäre der Hafen- und Japans zweitgrößter Stadt viel entspannter. Die Mischung aus Internationalität, Moderne und Tradition geben viel her. Ein Tagestrip nach Yokohama lohnt sich!

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Yokohama
Yokohama hat viel zu bieten: Modernität, Weitläufigkeit und Tradition.

Vom Bahnhof Ishikawachō aus ist es nicht weit bis zum ersten Wahrzeichen der kosmopolitischen Vergangenheit Yokohamas. Der Aufstieg auf die Yamate-Anhöhe, die die Bucht von Yokohama überblickt, ist dafür ein wenig steiler. Oben steht das „Haus des Diplomaten“, gebaut 1910 in Shibuya, 1997 umgesiedelt nach Yokohama. Im schmucken Holzbau finden Sie ein Café im englischen Stil – vor dessen Betreten Sie aber ganz japanisch die Straßenschuhe gegen Slipper tauschen müssen.

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Historischer Charme am Haus des Diplomaten in Yokohama. (c) Rubber Soul / photozou CC BY 2.1 JP

Diplomatenviertel Yamate

Von hier aus kann man bequem ins alte Diplomatenviertel Yamate spazieren. Zwischen modernen Häusern stehen immer wieder historische Bauten, die ab Ende des 19. Jahrhunderts entstanden sind – darunter auch viele Kirchen, die nachwievor verschiedene christliche Gemeinden beherbergen. Einige der Häuser sind als Museen hergerichtet. Im Ellisman-Haus kann man beispielsweise die Originaleinrichtung sowie Modelle von Yokohamas Stadtentwicklung ab den 1890ern besichtigen.

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Laufen Sie von hier zum historischen Ausländer-Friedhof, der in einem schönen Park liegt und einen ersten Blick auf den nahen Hafen freigibt. Durch die Treppen im Park gelangen Sie zum Aussichtspunkt über dem Frachthafen Yokohamas. Der Hafen ist einer der wichtigsten Japans, weshalb man fast täglich riesige Container- und Passagierschiffe beobachten kann.

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Am Ausländerfriedhof Yokohama. (c) Rubber Soul /photozou CC BY 2.1 JP
yokohama hafen
Der Frachthafen mit der Yokohama Bay Bridge.

Abstecher nach China

Mit dem Hafen auf der rechten Seite laufen Sie Richtung China Town, das nun überall ausgeschildert ist. China Town betreten Sie durch große rote Tore. Das Viertel selbst ist überschaubar, aber quirlig und farbenfroh. Die Restaurants sind alle von guter Qualität. Spezialitäten sind Gerichte wie Pekingente, Riesen-Gyōza oder Mabodōfu.

Yokohama China Town
Eines der pompösen Eingangstore ins chinesische Viertel.

Der Hafen der Zukunft

Neben China Town und direkt im Hafenviertel Minato Mirai  liegt der Yamashita-Park. Das weitläufige Gelände lädt zu einem gemütlichen Spaziergang ein. Linker Hand steht unter anderem der fast 300 Meter hohe Landmark Tower, auf der anderen Seite des Hafens das Cosmo Clock 21-Riesenrad, das in einem Vergnügungspark mit mehreren Achterbahnen steht. Das Riesenrad zeigt eine bunte Lichtershow. Der Besuch von Minato Mirai lohnt sich also vor allem nach Einbruch der Dunkelheit.

Yamashita-Park yokohama
Der Yamashita-Park - schön für einen Spaziergang.
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Besonders schön am Abend: Das Hafenareal von Yokohama. (c) Reginald Pentinio / flickr CC BY 2.0

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