Kamakura: Stadt der Tempel

Diana Casanova
Diana Casanova

Nur eine Stunde Zugfahrt ist die historische Stadt Kamakura von Tōkyō entfernt. Sie prägt eine fast tausendjährige Geschichte und war im 12. und 13. Jahrhundert sogar Sitz des Shōgunates. Heute gehört Kamakura zu den besten und schönsten Ausflugszielen Japans.

Großer Buddha in Kamakura mit Kirschblüten

Südwestlich von Tōkyō liegt Kamakura in der Präfektur Kanagawa. Die Stadt an der Sagami-Bucht hat ca. 173.000 Einwohner und ist vor allem eins: voller Touristen! Dies hat selbstverständlich seine Gründe: Mit mehr als 20 Millionen Besuchern pro Jahr ist Kamakura eines der frequentiertesten Ausflugsziele Japans, die Nähe und gute Anbindung zu den Megastädten Tōkyō und Yokohama tragen sicherlich ihren Teil dazu bei. Was hat diese Stadt der Tempel zu bieten?

Eine sehr kurze Einführung in die Kamakura-Ära

Im Jahre 1192 wurde der Sohn der Familie Minamoto (eines der großen japanischen Adelshäuser), Minamoto no Yoritomo, nach diversen politischen und gewalttätigen Schachzügen zum Shōgun ernannt und verlegte den Sitz seines bakufu in die Stadt Kamakura. Er etablierte die erste militärisch geführte Regierung Japans und würde im Laufe der nächsten 140 Jahre in der sogenannten Kamakura-Ära (1185–1333) den Grundstein des japanischen Feudalismus legen, so heißt es. Nach Yoritomos Tod im Jahre 1199 übernahm die Familie Hōjō das Regierungsgeschäft, die im Zuge des 13. Jahrhunderts einen florierenden Handel und Austausch mit dem benachbarten China in die Wege leitete: So kamen verschiedene Aspekte der chinesischen Kultur nach Japan, insbesondere der Zen-Buddhismus und die Zen-Architektur.

Die Kamakura-Ära war geprägt von einer aufstrebenden Kriegerklasse, den späteren Samurai, die Werte wie Pflichtbewusstsein, Loyalität und Mut zusammen mit ihren Kampfkünsten über alles stellten. Diese Klasse stellte einen direkten Gegenpol zum in Kyōto ansässigen Hofadel dar, der während der Heian-Zeit (794–1185) noch die Geschicke des Landes dominierte. Die Stadt Kamakura entwickelte sich zum politischen und kulturellen Machtzentrum Japans. Bis zum Jahre 1333 hatte die Familie Hōjō jedoch viel an Macht einbüßen müssen, als es im Zuge von Kriegsvorbereitungen gegen mongolische Invasoren seine Samurai nicht entlohnen konnte und diese sich gegen das Shōgunat wandten und zum Kaiser zurückkehrten. Der Tennō Go-Daiga nutzte diesen Moment der Schwäche, um das Shōgunat der Hōjō zu stürzen und eine Wiederherstellung der kaiserlichen Macht einzuleiten, angefangen mit dem Umzug des Regierungssitzes zurück nach Kyōto und der Ernennung des Oberhauptes der Ashikaga-Familie zum neuen Shōgun.

mauer der alten hauptstadt der MongoleiDas japanische Rechtswesen | Teil 8: Kamakuras Regentensystem und die mongolische InvasionVom 12. bis ins 14. Jahrhundert regierte das sogenannte Kamakura-bakufu Japan, eine Militärregierung, unter der sich ein ausgeklügeltes Rege...20.08.2019

Diesen Einflüssen verdankt Kamakura seine zahlreichen (Zen-)buddhistischen Richtungen zugehörigen Tempel. Große Bekanntheit als Tempelstadt erlangte sie jedoch erst im Laufe des 17. Jahrhunderts, während im 19. Jahrhundert auch ihre Reize als Bade- und Wohnort entdeckt wurden.

Entwicklung zum Touristen-Hot Spot

Nicht nur wegen seiner traumhaften Strände, allen voran Yuigahama (Station Yuigahama oder Hase der Enoden-Linie), wo im Sommer aufregende Feuerwerksfestivals stattfinden, gehört Kamakura zu den beliebtesten Tagestrips unter Touristen, sondern eben auch wegen seiner sehr gut erhaltenen Schreine und Tempel. Der Große Buddha und der imposante Tsurugaoka Hachimangu beeindrucken genau so wie die vielen Wanderwege, die durch Stadt und Wälder führen.

Um wirklich alles zu sehen, muss man schon mehr als einen Tag in dieser facettenreichen Stadt verbringen, die besonders im Frühjahr und Herbst, wenn die rosa-weißen Kirschblüten und die rot-gelbe Herbstlaubfärbung ihre jeweiligen Höhepunkte erleben, Kamakuras Landschaften erst richtig in Szene setzen.

Bevor wir Ihnen die besten Sehenswürdigkeiten vorstellen, noch eine kleine Anekdote: dass Starbucks in Japan unheimlich populär ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch wussten Sie, dass der Starbucks bei der JR Kamakura Station zu den Top 5 in ganz Japan zählt? Das liegt an seiner außergewöhnlichen Architektur, denn diese Filiale sitzt in einem renovierten, historischen Gebäude und ist einem traditionell japanischen Teehaus nachempfunden. Als einziges Starbucks Japans besitzt es zudem eine Veranda mit Blick auf einen kleinen Garten!

Sehenswürdigkeiten

Enoden-Bahnlinie

Das Wichtigste zuerst: Wie kommt man überhaupt nach Kamakura? Während die Stadt selbstverständlich sehr gut an das JR Liniennetz angeschlossen ist (die JR Yokosuka Linie und JR Shonan Shinjuku Linie halten an der JR Kamakura Station), so ist es viel stilvoller mit der berühmten Lokalattraktion zu fahren: der Enoshima-Dentetsu Linie, oder kurz Enoden. Sie gehört zu einer privaten Bahngesellschaft und verbindet seit 1902 die Städte Fujisawa und Kamakura mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie dem Hasedera und der Großen Buddha-Statue. Zugegeben, mit dem Enoden sind Sie nicht unbedingt flott unterwegs, dafür werden Sie einer attraktiven, szenischen Strecke, die mal direkt am Meer entlang, mal durch erschreckend enge Wohngebiete führt, belohnt. Fans des überaus populären Basketball-Manga und -Anime „Slam Dunk“ sollten an der Station Kamakurakōkō-mae aussteigen, um die Originalschauplätze zu bestaunen.

Zug der Enoden LinieAttraktion Lokalzug: mit der Bahn durch Stadt und Land | Enoshima Dentetsu-LinieDie Enoshima Dentetsu-Linie verkehrt zwischen Kamakura und Fujisawa, teils entlang der Küste der Präfektur Kanagawa. Von der Strecke aus kan...21.04.2019

Enoshima-Dentetsu-Linie am Strand
Der fast schon niedliche Zug der Enoden-Linie am Meer.

Der Große Daibutsu (Kōtokuin)

Etwa 10 Minuten Fußweg von der Enoden-Station Hase entfernt liegt wohl Kamakuras berühmteste und größte Touristenattraktion: der buddhistische Tempel Kōtokuin mit dem 13 m hohen Großen Buddha (大仏, daibutsu). Die über 120 Tonnen schwere Bronzestatue des Amida Buddha ist im Inneren hohl und lässt sich gegen einen kleinen Obulus sogar betreten. Ursprünglich stand die Statue in einer Halle, die vermutlich Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde, doch diese fiel besonders in den darauffolgenden Jahrhunderten diversen Tsunamis und Stürmen zum Opfer. Seit Ende des 15. Jahrhunderts steht der Daibutsu daher im Freien. Der Eintritt ist mit derzeit 300 Yen pro Person mehr als erschwinglich und gehört zu den absoluten Pflichtbesuchen einer jeden Japanreise.

Erfahren Sie hier mehr über den Kōtokuin-Tempel (Englisch).

Daibutsu von Kamakura
Der Große Daibutsu ist in echt noch viel beeindruckender.

Hasedera

Vom Kōtokuin ist es nur ein kurzer Fußmarsch zum nächsten wichtigen buddhistischen Tempel, dem Hasedera. Mitte des 8. Jahrhunderts gegründet, ist er bekannt für seine massive Holzstatue der Göttin der Barmherzigkeit, Kannon, auch Hase Kannon genannt. Die 9 m hohe Statue besitzt 11 Köpfe, die jeweils die verschiedenen Stufen der Erleuchtung repräsentieren.
Der Tempel gehört zur Jōdo-Shinshū-Schule und zu ihm ein kleines Museum sowie eine weitere Halle mit einer 3 m hohen goldenen Statue des Amida Buddha; außerdem die jizō-dō-Halle, in der sich hunderte kleine Figuren und Statuen des jizō-Bodhisattva befinden. Jizō gilt als der Schutzherr der verstorbenen und ungeborenen Kinder, der ihren Seelen hilft, die Unterwelt zu durchqueren.
Darüber hinaus findet sich hier ein wunderschöner japanischer Garten, zusammen mit einer Höhle voll mit Skulpturen des Benten und anderen Gottheiten (mehr zu Benten folgt später). Wie Sie merken, ist der Hasedera voller großartiger Sehenswürdigkeiten!

Erfahren Sie hier mehr über den Hasedera (Englisch).

daibutsuBuddhismus in Japan: allgegenwärtiger Glaube mit TraditionDer Buddhismus blickt in Japan auf eine turbulente Geschichte zurück, mit mal mehr und mal weniger Bedeutung. Wie entwickelte er sich eigent...04.07.2016

Hasedera in Kamakura
Gebäude des Hasedera-Tempels.

Tsurugaoka Hachimangu

Kamakuras wichtigster Schrein wurde ursprünglich dem 15. japanischen Tennō Ōjin und seiner Frau gewidmet, als er 1063 von Minamoto no Yoriyoshi gegründet wurde. Minamoto no Yoritomo ließ ihn jedoch im Jahre 1180 vergrößern und zusätzlich den Schutzgott der Minamotos und der Samurai, Hachiman, verehren.
Im Inneren des Tsurugaoka Hachimangu befinden sich ein kleines Museum, in dem die Schätze des Schreines aufbewahrt werden, sowie ein traditioneller japanischer Garten. Ein Besuch lohnt sich vor allem zur Kirschblüte und zur Herbstlaubfärbung, wenn der Schrein von den bunten Farbspielen hervorgehoben wird. Besonders beliebt ist er auch an Neujahr, wenn Tausende Menschen ihre Gebete und Wünsche zum neuen Jahr, beim sog. hatsumōde, sprechen.
Im September findet im Tsurugaoka Hachimangu das Reitaisai-Fest statt: Ein aus der Heian-Zeit stammender Wettkampf, bei dem berittene Bogenschützen (auch die Kunst des yabusame genannt) Geschick und Ausdauer unter Beweis stellen.

Erfahren Sie hier mehr über den Schrein (Englisch).

Tsurugaoka Hachimangu in Kamakura
Die Stufen führen zum Hachimangu-Schrein.

Egara-Tenjin Schrein

Noch vor der Ankunft Minamoto no Yoritomos in Kamakura wurde der Legende nach im Jahre 1104 der Egara-Tenjin Schrein gegründet. Dort wird der Politiker und Intellektuelle Sugawara no Michizane verehrt, auch bekannt als Tenjin (天神, Himmelsgott). Ende des 9. Jahrhunderts starb er im Exil, nachdem er Opfer der Intrigen seiner Rivalen des Fujiwara-Clans wurde. Als viele Mitglieder des Clans anschließend nach schweren Stürmen in der Hauptstadt starben, glaubte man, dass der zornige Geist Sugawaras dafür verantwortlich sei. Unter dem Namen Tenjin sollte man seinen Geist verehren und milde stimmen. Obgleich er zunächst als Gott der Naturkatastrophen gegolten hatte, würdigten Gelehrte der Edo-Zeit Sugawaras ausgezeichnete intellektuelle Leistungen, sodass er schließlich zum Schutzgott der Schüler, Gelehrten und Wissenschaftler wurde.
Der ca. 10 – 15 Minuten vom Tsurugaoka Hachimangu entfernte Schrein ist deshalb vor allem bei Schülern und Studenten beliebt. Kurz bevor Prüfungen anstehen, werden Sie sie zum Schrein pilgern sehen, um für gute schulische Leistungen und Bildung zu beten. Bei Schülern als Glücksbringer beliebt sind auch die dort verkauften Bleistifte (denn meistens sind bei Prüfungen an japanischen Schulen nur Bleistifte erlaubt).

Erfahren Sie hier mehr über den Schrein (Japanisch).

Zeniarai Benten

Zum Zeniarai-Benzaiten-Ugafuku Schrein, oder kurz Zeniarai Benten (銭洗弁天), geht man zur Geldwäsche im wahrsten Sinne des Wortes. Zeniarai bedeutet übersetzt „kleine Münzen waschen“. Es heißt, wenn man im heiligen Wasser des Schreines seine Scheine und Münzen wäscht, dann wird sich das Geld verdoppeln.
Kamakuras wichtigste Persönlichkeit Minamoto no Yoritomo ließ den Zeniarai Benten errichten, nachdem ihm im Traum ein Gott erschien und ihn beauftragte, dieses Gotteshaus zu bauen, um Frieden ins Land zu bringen. Weil er diesen Traum am Tag, im Monat und im Jahr der Schlange hatte, widmete Yoritomo den Schrein zugleich Benten, einer buddhistischen Gottheit, der eine enge Verbindung mit dem Wasserelement und Schlangen (als Wassertiere) nachgesagt wird. Diese interessante Fusion zwischen shintoistischem und buddhistischem Glauben im Zeniarai Benten ist deshalb bemerkenswert, da der Schrein bis heute in seiner Form überlebt hat: Während der Meiji-Zeit (1868-1912) wurden viele Unternehmungen geführt, um beide Religionen streng voneinander zu emanzipieren.
Der Schrein liegt ein wenig außerhalb mitten in Kamakuras Wäldern auf dem Daibutsu-Wanderweg. Der Fußmarsch dauert ca. 20 – 30 Minuten von der JR Kamakura Station aus.

Bilder von japanischen Scheinen und MünzenAlles über die japanische WährungWie jede Währung der Welt bietet der Yen einen kleinen Einblick darin, welche wichtigen Menschen und Orte Japans Geschichte und Gesellschaft...14.02.2020

Eingang zum Zeniarai Benten
Einer der Eingänge zum Schrein führt durch einen Felstunnel.

Kamakuras Zen-Tempel

Wie bereits erwähnt, war einer der wichtigsten Importe aus China während der Kamakura-Zeit der Zen-Buddhismus. Es haben sich im Laufe der Zeit verschiedenen Schulen dieser buddhistischen Lehre herausgebildet, u.a. die Rinzai-Schule, von denen wir im Verlauf dieses Artikels noch zwei weitere kleinere Vertreter kennen lernen werden. Im Laufe des 13. Jahrhundert wurden jedoch die folgenden fünf Tempel dieser Schule in Kamakura erbaut, die heute als die wichtigsten Zen-Tempel gelten:

  1. Kenchōji: Der wichtigste und älteste Zen-Tempel wurde 1253 von der Familie Hōjō errichtet und enthält einen wunderschönen Zen-Garten. Von hier aus erreicht man über die Wanderwege diverse Aussichtsplattformen, von der man das gesamte Tempelgelände sowie die Wälder Kamakuras betrachten kann – zur Herbstlaubfärbung ein imposantes Spektakel.
  2. Engakuji: Der Engakuji ist nicht weniger beeindruckend als der Kenchōji und wurde 1282 zu Ehren der gefallenen Soldaten während der Mongolen-Invasion gebaut. Einer der heiligen Nationalschätze, ein Zahn Buddhas, wird hier aufbewahrt. 
  3. Jufukuji: Minamoto no Yoritomos Frau Masako ließ diesen Tempel nach seinem Tod in Auftrag geben und wurde von niemand anderem als dem Mönchen Eisai, der den Zen-Buddhismus nach Japan brachte, gegründet. Leider ist er für Besucher nicht zugänglich.
  4. Jōchiji: Nur ein paar hundert Meter vom Engakuji entfernt steht dieser Tempel, der 1283 von Mitgliedern der Hōjō-Familie erbaut wurde. Zwar nicht ganz so eindrucksvoll wie seine Geschwister, besticht der Jōchiji mit einer ruhigen Atmosphäre und schönen Gärten.
  5. Jōmyōji: Der letzte Tempel auf der Liste liegt in den Bergen Ost-Kamakuras. Gegründet von der Ashikaga-Famiie wurde das einst prächtige Gelände über die Jahrhunderte so oft Opfer von Bränden und anderen Naturkatastrophen, dass heute nur noch die historische Haupthalle und das Tor übrig geblieben sind. Besucher können hier in einem restaurierten Teehaus eine schöne Tasse Tee mit Blick auf einen Steingarten trinken.
Buddhistischer Tempel Kenchôji in Kamakura
Der Kenchôji in Kamakura.

Meigetsuin

Dieser Tempel der buddhistischen Rinzai-Schule wurde ca. 1160 erbaut und ist landesweit bekannt für seine tausenden Hortensien, weshalb er auch den Spitznamen ajisaidera („Hortensientempel“) trägt. Der Meigetsuin liegt ca. 10 Gehminuten von der JR Kitakamakura Station entfernt. Wenn im Juni während der Regenzeit die blau-weißen Blumen in voller Blüte stehen, dann füllt sich die Tempelanlage mit Besuchern aus aller Welt. Besonders markant ist die Haupthalle, in der sich ein charakteristisches rundes Fenster in einem traditionell japanischen Teezimmer befindet. Das Fenster rahmt den dahinter liegenden Garten auf geradezu mystische Weise ein und ist tatsächlich nur zweimal im Jahr für je zwei Wochen für Besucher geöffnet: im Juni, wenn die Hortensien und Schwertlilien im Garten blühen und im November/Dezember zur Herbstlaubfärbung.

Doch Achtung: den Einheimischen nach heißt es, Paaren wird eine Trennung bevorstehen, nachdem Sie den Meigetsuin besucht haben. Gehen Sie mit Ihrem Partner also nur dorthin, wenn Ihre Liebe sicher stärker ist als lokaler Aberglaube.

Japanisches Zimmer im Meigetsuin
Das runde Fenster im Meigetsuin belohnt Besucher mit einzigartigen Fotomotiven.
Waldweg zwischen Hortensien
Die Steintreppen zum Tempel werden umringt von blauen Hortensien.

Hōkokuji

Dieser kleine Tempel der Rinzai-Schule liegt relativ versteckt in den Wäldern östlich der Stadt Kamakura. Man kann ihn sowohl per ca. 40-minütigem Fußmarsch von der JR Kamakura Station aus oder als auch per Bus erreichen. Der Hōkokuji ist berühmt für seinen besinnlichen Bambushain, daher wird er auch der Bambustempel genannt. Ursprünglich erbaut in der frühen Muromachi-Zeit (1333-1573), war er der Familientempel des berühmten Ashikaga- und des Uesugi-Clans. Hier können Sie die wundersame Ruhe und Nähe zur Natur spüren, während Sie sich mit Blick auf die dichten Bambuswälder und zahlreichen Blumenarten eine Tasse grünen Tee im angrenzenden Teehaus schmecken lassen.

Otera Oyatsu Club: OpfergabenTempelinitiative Otera Oyatsu Club gegen Kinderarmut | InterviewDie Tempelinitiative Otera Oyatsu Club hat sich dem Kampf gegen das Problem der Kinderarmut in Japan verschrieben. JAPANDIGEST im Interview...19.12.2019

Komachi Street

Eine willkommene Abwechslung nach einer ausgiebigen Wanderung durch Kamakuras Tempelwelt finden Sie auf der komachi-dōri direkt an der JR Kamakura Station – eine kleine, moderne Straße, wo Sie auf gerade einmal 350 Metern trendige Modegeschäfte und eine Auswahl an süßen Cafés und leckeren Restaurants finden. Besonders lohnen sich die diversen Souvenirshops, die von typisch japanischen Mitbringseln bis hin zu originellen, nur in Kamakura erhältlichen Waren alles verkaufen. Fans von Miyazaki Hayao finden ihr Zuhause im offiziellen Ghibli-Shop. Angeblich shoppen hier bis zu 60.000 Besucher täglich, doch ein Besuch lohnt sich allemal.

Eingangsschild zur Komachi-Street in Kamakura

Hato Sablé

Wenn Sie schon auf Kamakuras populärster Einkaufstraße bummeln, nehmen Sie doch direkt Kamakuras berühmtestes Souvenir mit! Die leckeren Butterkekse namens „Hato Sablé“ in Form einer Taube (鳩, hato) wurden erstmals im Jahre 1894 vom Süßwarenhändler Toshimaya in Kamakura hergestellt, nachdem er sich von Ausländern und ihren Süßigkeiten hat inspirieren lassen.
Die Taubenform verdankt der Keks Kamakuras Hachimangu-Schrein, denn Tauben waren die Nachrichtenüberbringer der Gottheit Hachiman.

Schwarze Sesam-SamblésElegante Kekse: Schwarze Sesam-SablésDie Kombination aus aromatischem schwarzem Sesam und süßem Kokosblütenzucker verleiht diesen knusprigen Sesam-Sablés aus Vollkornmehl eine b...06.04.2019

Kommentare

Diese Woche meistgelesen

Top Stories

Autoren gesucht

Lesen Sie hier, wie Sie Teil unseres Teams werden!