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Kyōtos Top Ten: 10 Orte, die Sie nicht verpassen dürfen!

Sina Arauner
Sina Arauner

Über 1.000 Jahre lang war Kyōto Japans Hauptstadt. Die Region "Historisches Kyōto" umfasst 17 Weltkulturerbestätten, so den Kiyomizu-dera oder den Kinkaku-ji. Auch der Bambuswald in Arashiyama und der Geisha-Bezirk Gion sind Must-Sees! Unsere Sightseeing-Tipps!

kiyomizu dera
Der Kiyomizu-dera mit Ausblick auf Kyōto - eine der vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt. (c) 9009 / photo-ac

Egal, wie viel Zeit Sie in Kyōto verbringen, es scheint nie genug zu sein, um die Stadt vollends zu erkunden. Bei der Fülle an historischen Stätten und anderen Sehenswürdigkeiten ist es leicht, den Überblick zu verlieren. Denn neben traditionellen Orten wie dem berühmten Fushimi Inari-Schrein gibt es in und um Kyōto auch Moderne, Natur und Genuss zu entdecken.

10. Kaiserpalast Kyōto: Acht Mal neu errichtet
(京都御所)

Bahnhof: Marutamachi Station (JR-Linie, Hankyu-Linie)

Der kaiserliche Garten in Kyōto beherbergte viele Jahrhunderte die Residenz der japanischen Kaiserfamilie und der Aristokraten. Mit dem Umzug der Haupstadt von Kyōto nach Tōkyō wurden die Häuser der Adeligen abgerissen. So entstand eine riesige Parkfläche, die sowohl für Touristen als auch Anwohner zu einem öffentlichen Erholungszentrum in der Stadt wurde. Der Park hat 24 Stunden geöffnet und ist ein beliebter Ort für die Kirschblütenschau im Frühling.

Bis 2016 war eine Voranmeldung zur Besichtigung der Palastanlagen notwendig, inzwischen hat sich dies geändert. Lediglich Montags sowie an bestimmten Feiertagen ist das Palastgelände nicht öffentlich zugänglich. Kostenlose Führungen werden auf Japanisch (4 x am Tag), Englisch (2 x am Tag) und Chinesisch angeboten.

kaiserpalast kyoto
Die Haupthalle für Staatszeremonien "Shishinden". (c) ddio / flickr CC BY 2.0

9. Kyōto Tower: Modernes Wahrzeichen (京都タワー)

Bahnhof: Kyōto Station

Den 131 Meter hohen Kyōto Tower würde man nicht unbedingt in einer Stadt wie Kyōto, Hochburg japanischer Geschichte und Tradition, erwarten. Doch der Turm, der 1964 fertig gestellt wurde, ist zu einem Wahrzeichen der modernen Seite Kyōtos geworden, die leicht übersehen wird. Der Turm wird in der Spiegelfassade des nicht minder modernen Hauptbahnhof Kyōtos reflektiert und zeigt, dass Kyōto mehr kann als nur Tempel und Schreine.

An klaren Tagen sehen Sie von einer Aussichtsplattform über Kyōto bis nach Ōsaka. Im Gebäude des Kyōto Tower finden Sie allerlei Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants, sowie ein öffentliches Bad, in dem Ihnen vom Shampoo bis zum Handtuch alles Notwendige zur Verfügung gestellt wird.

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Wie ein wegweisender Leuchtturm erhebt sich der Kyōto Tower aus der Stadtlandschaft. (c) ytodoroki / flickr CC BY 2.0
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Kennen Sie schon Kyōtos moderne Seite? Der Kyōto Tower spiegelt sich in der Fassade des Bahnhofs von Kyōto. (c) Shuichi Aizawa / flickr CC BY 2.0

8. Pontochō: Atmosphärisches Dinieren (先斗町)

Busstation: Shijo-Kawaramachi

Pontochō ist eines der Unterhaltungsviertel Kyōtos. Traditionelle Architektur, Teehäuser und Geisha, die Ihnen auf der engen Straße begegnen, versetzen Sie in vergangene Zeiten. Hier sprudelt der historische Charme Kyōtos geradezu über vor Leben.

Besonders nach Sonnenuntergang entfaltet sich vor Ihnen eine ganz besondere Szenerie. Im Schein von Laternen entdecken Sie unzählige Restaurants auf beiden Seiten der Gasse. Dinieren Sie auf einer der Terrassen auf der Rückseite von Pontochō mit Blick über den Stadtfluss Kamogawa im atmosphärischen Dämmerlicht.

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Im Unterhaltungsviertel Pontochō erwartet Sie eine sehr spezielle Atmosphäre. (c) ajari / flickr CC BY 2.0
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Lassen Sie den Abend mit Blick auf den Kamogawa ausklingen. (c) y.ganden / flickr CC BY 2.0

7. Philosophenweg: Auf den Spuren von Nishida Kitarō (哲学の道)

Nanzen-ji, 10 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Keage (Tozai-Linie)

Auf einer Strecke von etwa zwei Kilometern können Sie zwischen dem Nanzen-ji-Tempel und dem Ginkaku-ji-Tempel auf dem Philosophenweg lustwandeln. Auf diesem Pfad habe der japanische Philosoph Nishida Kitarō auf seinem täglichen Weg zur Universität Kyōto meditiert, heißt es. Dem Shishigatani-Kanal folgend und umgeben von viel Grün, können Sie hier Ihre Gedanken schweifen lassen, während der Weg Sie an Tempeln vorbeiführt.

Zur Kirschblütenzeit ist der von Kirschbäumen gesäumte Philosophenweg ein beliebter Hanami-Spot. Möchten Sie den Menschenmassen entgehen, lohnt es sich, auf die Dämmerung zu warten. Besonders während der Regenzeit ist der Besuch auch sehr zu empfehlen, da Sie entlang des Pfades nicht nur üppige Hortensien, sondern mit etwas Glück auch Glühwürmchen finden können.

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Philosophenweg
Viel Natur und Tempel finden Sie entlang des Philosophenwegs. (c) DavideGorla / flickr CC BY 2.0
Ginkaku-ji
Der Ginkaku-ji-Tempel erstrahlt zwar nicht in Silber, wie sein Name verspricht, besticht aber mit traditionellem Design und viel Holz. (c) Richard Friedericks / flickr CC BY-SA 2.0

6. Nishiki-Markt: Probieren Sie sich durch Kyōtos Genüsse! (錦市場)

Bahnhof: Shijo Station (Karasuma-Linie)

Der Nishiki-Markt trägt auch den Spitznamen “Kyōtos Küche”. Der Nishiki-Markt ist der größte traditionelle Markt in Kyōto, mit einer Geschichte, die bis ins Jahr 1310 zurückreicht. Die Luft ist geschwängert mit den verschiedensten Aromen. Die olfaktorische Erfahrung erreicht neue Stufen, wenn Sie bei den angebotenen Probierwaren, wie eingelegtem Gemüse, zugreifen.

Der Markt hat täglich zwischen 9:00 und 18:00 Uhr geöffnet, obwohl die Ladenzeiten von Anbieter zu Anbieter abweichen können. Manche Läden bleiben mittwochs geschlossen.

Nishiki markt
Viele Verkäufer bieten auch Probierware zum Schlemmen an. (c) DavideGorla / flickr CC BY 2.0
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Der Nishiki-Markt besteht aus einer typischen japanischen Einkaufsstraße, die sich durch fünf Häuserblocks zieht. (c) othree / flickr CC BY 2.0

5. Kinkaku-ji: Strahlt hell wie die Sonne (金閣寺)

Busstation Kinkakuji-mae

Als eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Kyōtos ist der goldene Pavillon Kinkaku-ji meist mit Touristen überlaufen. Sehen Sie ihn sich trotzdem an! Der von Blattgold überzogene Tempel bietet einen atemberaubenden Anblick vor der grünen Kulisse des japanischen Gartens. Dieser ist so konzipiert, dass Sie beim Durchlaufen viele verschiedene Landschaften entdecken.

Die Tempelanlage ist täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, für Erwachsene beträgt der Eintritt 400 Yen. In einem Teehaus in der Gartenanlage können Sie japanischen Tee und Süßigkeiten genießen.

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Der Kinkaku-ji wirkt in echt noch stärker als auf Fotos. (c) Mr Hicks46 / flickr CC BY-SA 2.0

4. Internationales Manga-Museum (京都国際マンガミュージアム)

Bahnhof: Karasuma Oike Station (Karasuma-Linie, Tozai-Linie)

Aus einer ehemaligen Grundschule hergerichtet, beherbergt das Internationale Manga-Museum rund 300.000 Bände Manga, von denen etwa 50.000 den Museumsbesuchern öffentlich zugänglich sind. Nicht nur im Museum an Wände gelehnt, auf dem Boden sitzend oder im zugehörigen Museums-Café, auch auf der Wiese vor dem Museum treffen Sie auf lesende Manga-Fans.

Wechselnde Ausstellungen, die auch die internationale Manga-Szene vorstellen, viele Events und Workshops bieten ein interaktives Programm für die Besucher. Das Museum ist bis auf den Ruhetag Mittwoch jeden Tag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

international manga museum
Auf der Wiese vor dem Museum... (c) Yusuke Kawasaki / flickr CC BY 2.0
international manga musuem
...und vor den Regalen im Museum wird gelesen. (c) Addy Cameron-Huff / flickr CC BY 2.0

3. Kiyomizu-dera (清水寺)

Busstation Kiyomizu-michi

Wenige Reisende, die Kyōto besuchen, lassen sich den Tempelkomplex Kiyomizu-dera entgehen. Die 780 gegründete Anlage ist ein wahrer Touristenmagnet, also sollten Sie sich auf geschäftiges Wuseln einstellen. Nichtsdestotrotz ist der Kiyomizu-dera mit seinen prächtigen Bauten und Blick über die Stadt einen Anblick wert. Der Kiyomizu-dera bietet auch allerlei Erkundungsmöglichkeiten, zum Beispiel die Taiani Meguri-Höhle, in der Sie in völliger Dunkelheit blind Ihren Weg finden müssen.

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Der Tempelkomplex Kioyomizu-dera mit Blick über die Stadt ist ein wahrer Augenöffner. (c) Tomoaki INABA / flickr CC BY-SA 2.0

2. Gion (祇園)

Bahnhof: Gion Shijo Station (Keihan-Linie)

Das Unterhaltungsviertel Gion ist eine der bekannteste Attraktionen Kyōtos. Das Viertel, berühmt für traditionelle Teehäuser und Begegnungen mit Geisha, lockt bei Tag und Nacht mit Unterhaltung, historischer Atmosphäre und Gastronomie. Während es durchaus möglich ist, Geisha auf den Straßen Gions zu begegnen, ist es empfehlenswert, einen Abend mit Geisha-Unterhaltung, etwa zum Abendessen in Gion, zu planen.

Im Juli leiht das Stadtviertel seinen Namen dem Gion Matsuri, das seit dem 9. Jahrhundert in Gion und ganz Kyōto gefeiert wird und als eines der imposantesten Feste Japans gilt.

Junko-Prozession ©photo53.comRiesige Schiffe in Kyōtos Straßen: Gion MatsuriKyōto, die alte Kaiserhauptstadt, bietet viele Feste – aber dies ist eines der ganz großen! Lassen Sie sich von den Paraden mit Tanz und his...16.09.2016

Kyoto
Erleben Sie traditionelle Unterhaltungskultur und gutes Essen in Gion. (c) dietertimmerman / flickr CC BY 2.0

1. Arashiyama (嵐山)

Bahnhof: Saga-Arashiyama Station (JR Sagano-Linie)

Das im Westen Kyōtos gelegene Viertel Arashiyama hat für Besucher Japans ehemaliger Hauptstadt viel zu bieten. Seit der Heian-Zeit (794-1185) ist Arashiyama besonders während der Kirschblüte und der herbstlichen Laubfärbung ein beliebtes Ausflugsziel. Viele Tempel lassen auch ausländische Besucher in die Traditionen Japans eintauchen. Für eine besondere Atmosphäre besuchen Sie den berühmten Arashiyama Bambuswald. Umgeben vom meterhohem, grünem Bambus, haben Sie das Gefühl, eine andere Welt zu besuchen. Außerdem finden Sie in Arashiyama den Iwatayama-Affenpark, in dem Sie Japanmakaken in nächster Nähe begegnen.

arashiyama bambuswald
Im Bambuswald von Arashiyama können Sie voll in japanischer Natur aufgehen. (c) y.ganden / flickr CC BY 2.0

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