gyudon
Gyūdon wird sehr gerne zusammen mit rotem Ingwer und einer Schüssel Miso-Suppe gegessen. © Masayuki Igawa / flickr CC BY 2.0

Restaurantketten: Wettkampf um das beste Gyūdon Japans

Elisa Röhr

Gyūdon ist mit über 4.000 spezialisierten Restaurants und Fast-Food-Lokalen eins der meist gegessenen Imbissgerichte Japans. Im Straßenbild – vor allem rund um die vielen Bahnhöfe herum – sind die auch Beef Bowl genannten und sehr reichhaltigen Mahlzeiten nicht mehr wegzudenken.

Mit über 4.000 spezialisierten Restaurants und Fast-Food-Lokalen ist Gyūdon eins der meist gegessenen Imbissgerichte Japans. Im Straßenbild – vor allem rund um die vielen Bahnhöfe herum – sind die auch Beef Bowl genannten und sehr reichhaltigen Mahlzeiten nicht mehr wegzudenken.

Bei Gyūdon 牛丼 handelt es sich um eine Schüssel Reis, auf die zusammen mit Zwiebeln gegartes Gyūniku 牛肉 (Rindfleisch) geschichtet wird. Dazu werden das in hauchdünne Scheiben geschnittene Fleisch und die Zwiebeln in einer würzigen Brühe kurz gekocht.

Die vielen Restaurants, die Gyūdon in Japan anbieten, verteilen sich grob auf die drei großen und über alle Inseln bekannten Fastfood-Ketten Yoshinoya mit 700, Sukiya mit 1.850 und Matsuya mit 1.050 Lokalen. Und es lohnt sich von jeder Ketten eine Portion auszuprobieren, denn alle schmecken anders!



[Video] Cathy Cat und Aoi möchten zusammen rausfinden, welche der angebotenen Beef Bowl die leckerste ist. Dazu probieren sie das Gyūdon der drei größten Ketten Japans!

Entstanden ist das Gericht Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge der westlichen Öffnung Japans. In dieser Zeit wurden viele Eigenschaften der westlichen Länder übernommen. Dazu gehörte unter anderem das Verarbeiten und Verzehren tierischer Produkte, zum Beispiel Rindfleisch.

Im Jahr 1899 gründete Eikichi Matsuda das erste Lokal der späteren Kette Yoshinoya am Tokioter Fischmarkt, wo bis heute Matsuda’s Gyūdon angeboten wird. Preislich sind sich aber alle Angebote der verschiedenen Ketten, deren Lokale meist 24 Stunden täglich geöffnet sind, ähnlich: Eine Portion kostet zwischen 200 bis 400 Yen (1,75 bis 3,50 Euro).

Yoshinoya

Der seit über einhundert Jahren unverändert gebliebene Geschmack des Gyūdon von Yoshinoya sorgt zusammen mit der erfolgreichen Umsetzung des Firmenmottos „ lecker, günstig und schnell“ für die enorme Beliebtheit der Kette. Auch weil bei Yoshinoya an erster Stelle die Zufriedenheit der Gäste steht, expandiert die Kette mit Erfolg seit 1979 nach Amerika, wo bereits über 1.000 Lokale betrieben werden.

yoshinoyaEins der beliebten Lokale der Kette Yoshinoya mit reichem Angebot in das in Kichijōji Tōkyō. © tetsuo shimizu / flickr

Sukiya

„Spare Zeit und Geld“ – damit bewirbt Sukiya in Japan ihr leckeres Gyūdon. Die eng mit Yoshinoya in Konkurrenz stehende Kette wurde ursprünglich in Yokohama gegründet und serviert eine große Auswahl an Beef Bowls. Dazu gehören zum Beispiel Toppings aus Kimchi (gegorenes Gemüse aus der koreanischen Küche) und Käse!

ADVERTISEMENT
sukiyaSukiya bietet auch am Bahnhof Suehirochō in Tōkyō leckeres Gyūdon an. © Sun Taro / flickr

Matsuya

Erst im vergangenen Jahr feierte Matsuya ihr 50-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums betonen die Geschäftsführer noch einmal die Grundprinzipien der noch jüngeren Kette aus Tōkyō: „Jedes Lokal existiert nur für den Kunden und ist selbst das Unternehmen…Wir sind erst dann zufrieden, wenn auch unsere Kunden zufrieden sind.“

Matsuya setzt darüber hinaus zu 100 Prozent auf Selbstbedienung, was für jeden Japan-Besucher ein tolles, authentisches Erlebnis ist! Dabei wird zu Beginn Geld in den Automaten am Eingang gegeben, dann das Menü am Bildschirm zusammengestellt und der ausgedruckte Bon an den Restaurant-Mitarbeiter gegeben. – Unbedingt ausprobieren!

matsuyaEin Lokal der Kette Matsuya mit wenigen Plätzen am Bahnhof Shin-Nakano in Tōkyō. © Elisa Röhr
ADVERTISEMENT

Diese Woche meist gelesen

Neueste Artikel