Japan Travel Photographers Association: Lichter im Dunkeln am Ryūkō-ji

Das traditonelle Lichterfest Tatsunokuchi Take-toro ist ein einzigartiges Schauspiel für die Sinne: 5000 Bambuslaternen leuchten zum Gedenken an verstorbene Ahnen im Ryūkō-ji-Tempel und ziehen zahlreiche Besucher in das sonst eher ruhige Katase in der Nähe von Enoshima.

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Tatsunokuchi Take-toro
© Tatsuo Idezawa / JTPA

In Japan gibt es zu allen vier Jahreszeiten verschiedenste Feste. Während im Frühling und Herbst viele einen landwirtschaftlichen Bezug haben, werden im Sommer besonders Feste gefeiert, bei denen man für die Genesung von Plagen betet oder die ihren Ursprung in der Ehrung der verstorbenen Ahnen haben.

Bei dem traditionellen Lichterfest Tatsunokuchi Take-toro werden 5000 Bambuslaternen angezündet, die nach Sonnenuntergang die heißen Sommernächte mit ihren flackernden Lichtern erhellen. Es ist eines der vielen Ereignisse, die zum O-Bon-Festival gehören und jedes Jahr am ersten Samstag und Sonntag im August im Ryūkō-ji-Tempel (in Katase nahe Enoshima) gefeiert werden, um der Ahnen zu gedenken.

Ursprünglich wurde dieses Lichterfest, wie viele andere in der O-Bon-Zeit, mit dem Herablassen von Laternen in einen Fluss gefeiert. Seit 2010 jedoch wurde die Tradition aus Gründen des Umweltschutzes abgewandelt, sodass der Tempel nun mit Bambuslaternen geschmückt wird.

Viele der Lampen werden in der Form von japanischen Schriftzeichen, Drachen oder ähnlichen Motiven aufgestellt, während das Tempelgebäude und das umgebende Gelände mit bunten Lichtern beleuchtet werden. Am Ende des Events dürfen Besucher die Bambuslaternen mitnehmen. 2017 verließen die Lichter erstmals das Tempelgelände und konnten auch in angrenzenden Straßen und Gassen gesichtet werden.

Tatsunokuchi take-toro
© Tatsuo Idezawa / JTPA
Tatsunokuchi take-toro
© Tatsuo Idezawa / JTPA
Tatsunokuchi take-toro
© Tatsuo Idezawa / JTPA
Tatsunokuchi take-toro
© Tatsuo Idezawa / JTPA
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