Roboter Fukushima
Kamera-Roboter, wie er im AKW Fukushima derzeit eingesetzt wird. © IRID

NEWS | AKW Fukushima: Roboter-Einsatz gestoppt

Hannah Janz

Untersuchungen zur Ursache für hohe Strahlung in Block 2 +++ Aufräum-Roboter sollte Weg freiräumen +++ Einsatz wegen Funktionsstörung abgebrochen

Wie japanische Medien berichteten, habe TEPCO, die Betreiberfirma des havarierten Kernkraftwerkes Fukushima-Daiichi, heute einen Robotereinsatz in Block 2 geplant.

Im Sicherheitsbehälter von Block 2 waren vor vier Tagen extrem hohe Strahlendosen von 530 Sievert pro Stunde gemessen worden, deren Ursache bislang nicht geklärt werden konnte (Japan Digest berichtete). Bisher lag der höchste gemessene Wert bei 73 Sievert pro Stunde. Diese Messung stammt vom März 2012.

Um weitere Nachforschungen anzustellen, wie genau es zu diesem hohen Strahlenaufkommen hatte kommen können, sollte heute zunächst ein Roboter den Weg freiräumen, um den baldigen Einsatz eines weiteren Roboters zu erleichtern.

Wie TEPCO auf seiner Homepage und bei Twitter aber gegen 11 Uhr Ortszeit angab, musste der Einsatz des Roboters unterbrochen werden. Die Hochdruckpumpe des Roboters, mit der dieser Ablagerungen auf dem Boden des Sicherheitsbehälter in Reaktorblock 2 hätte räumen sollen, konnte nicht aktiviert werden.

[Tweet von TEPCO] Die Aufräumarbeiten im Sicherheitsbehälter von Reaktorblock 2 in Fukushima-Daiichi müssen zunächst unterbrochen werden.

Die Roboter, die im AKW Fukushima-Daiichi zur Informationsgewinnung und für Aufräumarbeiten eingesetzt werden, werden vom International Research Institute for Nuclear Decommissioning (IRID, 技術研究組合 国際廃炉研究開発機構) in Zusammenarbeit mit Toshiba entwickelt.

Sowohl TEPCO als auch IRID gaben heute an, den Robotereinsatz aus Sicherheitsgründen fürs erste einzustellen. Dieser soll wieder aufgenommen werden, sobald eine funktionierende Lösung zur Verfügung steht.

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