Sieben Jahre später: Wie sieht das Leben in Fukushima aus?

JAPANDIGEST
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Am 11. März 2018 liegt die Dreifachkatastrophe in Fukushima sieben Jahre zurück. Gebiete der Sperrzone werden wieder eröffnet, doch viele Bewohner haben noch immer mit dem Heimatverlust und den Risiken einer Rückkehr zu kämpfen.

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Fukushima Iitate Wiederaufbau Kontaminierung Dekontaminierung
Kann man die Gefahr abtragen und in Müllsäcke bannen? © Furui Mizue

Nach fünf Jahren, nach sieben Jahren, nach zehn Jahren – das Leben der Bewohner der (ehemaligen) Sperrzone rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Daiichi wird nie wieder so sein, wie es vor dem 11. März 2011 war. Die Sperrzone schrumpft, einige Bewohner kehren in ihre Heimatdörfer zurück. Andere entscheiden sich gegen eine Rückkehr – nicht zuletzt wegen der fehlenden Zukunftsperspektiven und gesundheitlicher Risiken.

Die Fotojournalistin Furui Mizue begleitete Eiko und Yoshiko – Bewohnerinnen des ehemals in der Sperrzone gelegenen Dorfes Iitate. In der Dokumentation „Die Frauen von Iitate, die Erde von Iitate, zusammen“ (飯舘村の母ちゃんたち 土とともに) teilt Furui das Schicksal Iitates und seiner Bewohner.

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Im Interview mit JAPANDIGEST berichtet die Journalistin von ihren Eindrücke während den Aufnahmen und den Sorgen der Bewohner Iitates.

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Anders als Iitate gilt das Dorf Namie weiterhin als schwer wiederbesiedelbar. Das Ehepaar Sekiba kann nur kurz und in Schutzanzügen ihr ehemaliges Haus betreten. Sie wissen schon jetzt: Sie werden nicht in ihre Heimat zurückkehren.

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Für manche Bewohner der betroffenen Gebiete bedeutet die Aufhebung der Sperrzone nicht unbedingt eine Rückkehr in die Heimat. Sie beginnen einen Neustart in anderen Teilen Japans. Andere suchen Perspektiven, an ihr altes Leben in der Heimat anzuknüpfen. Doch eines ist klar: Wohin sie auch gehen, die Erfahrungen der letzten sieben Jahre werden sie begleiten.

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