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Japan Travel Photographers Association: Weltkulturerbe Kumano Kodō

Die Kumano Kodō, ein beeindruckendes Netzwerk aus alten Pilgerwegen, das sich durch die Präfekturen Wakayama, Nara, Ōsaka und Mie zieht, bietet gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit Rückzug und Entschleunigung. Die JTPA hat ihre schönsten Eindrücke von dort festgehalten.

Kumano Hayatama-Taisha (Schrein)
Der Kumano Hayatama-Taisha gehört zu den drei Großsschreinen der Pilger-Gegend. © Ishikawa Hironobu / JTPA

Die Kumano Sanzan (die drei Großschreine von Kumano) wurden bereits in der Heian-Zeit verehrt und zahlreiche Menschen, vom Kaiser über die Hofdamen bis zum einfachen Volk, pilgerten dorthin. Heute ist ein Großteil der Kumano Kodō-Pilgerwege und die Kumano Sanzan als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.

Das Dorf Totsukawa

Zwei Pilgerwege, die zum Weltkulturerbe gehören, der Koheji und der Omine Okugakemichi, führen durch das Dorf Totsukawa. Koheji ist der Pilgerweg, der den Kōya-san und den Kumano Hongū Taisha-Schrein auf kürzestem Weg verbindet. Die 72 km lange alte Pilgerroute kann in vier Tagen und drei Nächten begangen werden.

Landschaftsszene im Dorf Totsukawa
Dorf Totsukawa, Präfektur Nara. © Ishikawa Hironobu / JTPA

Totsukawa war das erste Dorf in Japan, dass bekanntgab, dass seine Thermalquellen „frei fließen“ sollten. Sämtliche Onsen-Einrichtungen im Dorf legen Wert darauf, dass immer frisches Thermalwasser in das Bad einfließt und dieses weder abgekocht noch verdünnt noch mit Chlor desinfiziert wird. Daher gehört Totsukawa zu den Onsendörfern der Spitzenklasse mit Bädern von erlesener Qualität.

Hotel Subaru
Hotel Subaru im Onsendorf Totsukawa. © Ishikawa Hironobu / JTPA

Kumano Hongū Taisha-Schrein

Der am meisten besuchte Weg auf der Kumano Kodō ist der Nakahechi-Weg. Nachdem man die beschwerliche Route hinter sich gebracht hat, erreicht man als erstes den Kumano Hongū Taisha-Schrein. In der Kleinstadt Hongū gibt es einen Kumano Kodō-Wanderweg, den auch Anfänger leicht begehen können. Viele Menschen aus der ganzen Welt kommen zu Besuch, um diese fantastische Welt zu Fuß zu erleben!

Kumano-Hongu-Taisha
Kumano Hongū Taisha-Schrein, Präfektur Wakayama, Stadt Shingū. © Ishikawa Hironobu / JTPA

Der Kumano Hongū Taisha, das Zentrum der Kumano Sanzan, ist der Hauptschrein der 3.600 Kumano-Schreine des Landes. Dort wird die Hauptgottheit Ketsumimiko sowie die Göttin Amaterasu verehrt. Das Schreingelände gehört seit 2002 zu den historischen Stätten Japans und ist seit 2004 als Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Heilige Stätten und Pilgerwege in der Kii-Bergkette“ anerkannt.

Kumano-Hongu-Taisha
Kumano Hongū Taisha-Schrein. © Ishikawa Hironobu / JTPA

Kumano Hayatama Taisha-Schrein

Der Kumano Hayatama Taisha-Schrein befindet sich in der Stadt Shingū in der Präfektur Wakayama. Neben dem Kumano Hongū Taisha und dem Kumano Nachi Taisha ist der dritte Großschrein der Kumano Sanzan. Die dort hauptsächlich verehrten Gottheiten sind Kumano Hayatama no Ōkami und Kumano Fusumi no Ōkami. Das Schreingelände, einschließlich Mifune-jima, wurde im Dezember 2002, als der Kumano Sanzan vom Kumano-Pilgerweg abgetrennt und umbenannt wurde, zusätzlich zu einer nationalen historischen Stätte erklärt. Außerdem gehört er als Teil des Ōmine Okugakemichi-Pilgerweges ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Kumano-Hayatama-Taisha
© Ishikawa Hironobu / JTPA
Kumano-Hayatama-Taisha
© Ishikawa Hironobu / JTPA

Der Nachi-Wasserfall

Im tiefsten Inneren von Nachi (Präfektur Wakayama) gibt es 48 gigantische Wasserfälle, deren größter der Nachi-Wasserfall mit einer Höhe von 133 Metern, 13 Meter Breite im Kopfbereich und 10 Metern Tiefe ist. Pro Sekunde rauscht eine Tonne Wasser herunter. Der Nachi-Wasserfall gilt auch als Ichi no taki („Erster Wasserfall“) und ist zusammen mit dem Ni no taki („Zweiter Wasserfall“) und dem San no taki („Dritter Wasserfall“) als „landschaftlich schöner Ort“ Japans ausgewiesen.

Nachi-Wasserfall
Der Nachi-Wasserfall in Nachi-Katsuura ist ein beeindruckender Anblick. © Ishikawa Hironobu / JTPA

Mythische Yatagarasu

Yatagarasu ist eine Gestalt der japanischen Mythologie und weist als dreibeinige Krähe Pilger:innen den Weg. Sie taucht bereits im Nihon shoki („Chroniken Japans“, 720) und im Kojiki („Aufzeichnung alter Begebenheiten“, 712) auf, wo sie dem Kaiser Jinmu den Weg weist, als dieser sich in den Bergen von Kumano verirrt hat. Man nimmt an, dass sie auf den Sonnenraben Yang-wu aus der chinesischen Mythologie zurückzuführen ist, woher auch ihr Name stammen soll (Yatagarasu bedeutet „achthändige“ bzw. „vielklauige Krähe“). Trotz des verwirrenden Namens wird sie aber als dreibeinige Krähe dargestellt und ziert so auch das Logo des Japanischen Fußballverbandes.

Yatagarasu-Figur (dreibeinige Krähe aus der japanischen Mythologie)
Eine Figur der Krähe Yatagarasu in der Stadt Shingū (Präfektur Wakayama). © Ishikawa Hironobu / JTPA
Flagge des Japanischen Fußballvereins mit Yatagarasu-Symbol
Die dreibeinige Krähe als Symbol des Japanischen Fußballverbandes. © Ishikawa Hironobu / JTPA

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