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Der Sandtigerhai zählt in Japan zu den gefährdeten Spezies. (c) Jeff Kubin / flickr CC BY-SA 2.0

NEWS I Japans Rote Liste gefährdeter Arten: Erstmals für Meereslebewesen veröffentlicht

Japans Umweltministerium veröffentlicht Rote Liste mariner Arten +++ 56 Arten als gefährdet eingestuft +++ Ogasawara-Koralle als ausgestorben erklärt

In einer Roten Liste, die das japanische Umweltministerium am 21. März 2017 veröffentlichte, wurden 56 Arten von Meereslebewesen als gefährdet eingestuft.
Seit 1991 stellt das Ministerium eine Rote Liste von Land- und Binnengewässer-Arten zusammen, die vom Aussterben bedroht sind. Nun wurde erstmals eine solche Liste für Meereslebewesen erstellt. Damit möchte das Ministerium das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für den Erhalt bedrohter Tierarten stärken.

Die Rote Liste mariner Lebewesen

Untersucht wurden insgesamt 10.120 Tierarten. In fünf Kategorien wurden 443 Tierarten in die Rote Liste aufgenommen. Über 224 dieser Arten stehen bisher ungenügende Informationen zur Verfügung. Diese können deshalb nicht einem Gefährdungsstatus zugeordnet werden.

rote listeDie rote Liste bedrohter Meereslebewesen Japans. (c) Umweltministerium Japans

56 Tierarten wurden als gefährdet eingestuft. Unter anderem gelten der Sandtigerhai und der Riesenzackenbarsch als gefährdet. Außerdem wurde die Ogasawara-Koralle als ausgestorben eingestuft.

162 Tierarten, die aktuell nicht gefährdet sind, wurden als potenziell gefährdet deklariert. Bei starker Veränderung der Lebensverhältnisse dieser Arten könnten diese als gefährdet eingestuft werden.

Ebenfalls am 21. März veröffentlichte die Japanische Agentur für Fischerei eine Liste gefährdeter Arten, auf der sich 94 Tierarten befinden.

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