Klima in Japan: Diese Kleidung sollten Sie mitnehmen

Kerstin Drews
Kerstin Drews

Die Wahl der richtigen Kleidung für eine Reise nach Japan ist gar nicht so einfach. Vor allem, wenn Sie verschiedene Orte besuchen. Mit diesen Tipps können Sie sich vorbereiten.

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Kyotos Bambuswald im Frühling
(c) Kerstin Drews

Ob Kirschblüten im Frühling, saftiges Grün im Sommer, leuchtend bunte Herbstlaubfärbung oder Schneefeste im Winter – Japan ist bekannt für seine vier klar definierten Jahreszeiten. Sie spielen eine wichtige Rolle in der japanischen Kultur und haben Einfluss auf Feste, Speisen und sogar das verwendete Geschirr. Sich bei der Wahl der Kleidung auf die jeweilige Jahreszeit in Deutschland zu verlassen reicht jedoch nicht aus. Da Japan sich über etwa 3000 km von Norden nach Süden erstreckt, unterscheidet sich das Klima von Region zu Region und lässt sich in insgesamt sechs verschiedene Zonen einteilen.

Kirschblüten in Ueno
Im Frühling blühen in ganz Japan die Kirschblüten. (c) Kerstin Drews

Frühling in Japan: Blühende Bäume und angenehm warme Temperaturen

Der Frühling (März bis Mai) gehört zu den beliebtesten Jahreszeiten für Japanreisende. Grund dafür ist nicht nur die Kirschblüte, deren Schönheit Jahr für Jahr Tausende von Besuchern aus aller Welt nach Japan lockt.

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Neben Hanami sind auch Städtereisen dank der steigenden, aber dennoch angenehmen Temperaturen sehr zu empfehlen. In den zentralen Regionen Honshūs, so zum Beispiel in Tōkyō oder Ōsaka, liegen die Temperaturen bereits im März um 15 Grad. Übergangskleidung und leichte Jacken sind meist ausreichend. In Nordhonshū und Hokkaidō ist es jedoch deutlich kühler und Pullover sowie eine dicke Jacke sollten im Gepäck nicht fehlen. Auf den südlichen Inseln sind Temperaturen von über 20 Grad zu erwarten. Packen Sie auf jeden Fall Ihre Sommerkleidung ein.

Die großen regionalen Unterschiede verdeutlicht übrigens auch die Kirschblütenzeit: Während die Bäume auf Okinawa bereits im Januar blühen, müssen die Bewohner Hokkaidōs sich bis Mai gedulden. Zum Ende des Frühlings hin beginnt übrigens, außer im Norden, Japans Regenzeit (tsuyu). Vergessen Sie also im Juni und Juli Ihre Regenkleidung nicht.

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Feuerwerk im Sommer in Enoshima
Im heißen, schwülen Sommer sind Feuerwerkfestivals besonders beliebt. (c) Kerstin Drews

Feuerwerksfestivals, Klimaanlagen und schwüle Hitze im Sommer

Japans Sommer (Juni bis August) ist in vielen Regionen äußerst schwül und heiß. Temperaturen von über 30 Grad sind sowohl im Süden als auch auf ganz Honshū keine Seltenheit. Auch die Luftfeuchtigkeit ist deutlich höher als im Winter. In Nordhonshū ist es ein wenig angenehmer. Wer der schwülen Hitze entfliehen möchte, sollte jedoch Urlaub auf Hokkaidō machen. Hier betragen die Temperaturen meist unter 30 Grad und die Luft ist deutlich trockener.

Packen Sie für den Sommerurlaub jedoch, egal wo Sie sich aufhalten, keinesfalls nur kurzärmlige Kleidung ein. Die meisten Gebäude und Züge sind stark klimatisiert. Hier empfiehlt es sich, immer einen dünnen Schal und eine leichte Jacke dabeizuhaben. Auch bei einer Bergwanderung sollten Sie auf kühlere Temperaturen vorbereitet sein.

Trotz der schwülen Hitze lohnt sich übrigens der Besuch Japans im Sommer: Überall im Land gibt es faszinierende Feuerwerkfestivals mit Tanz, Musik und leckeren Snacks. Dazu das Zirpen der Zikaden und ein eiskaltes Kakigōri (geschabtes Eis).

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Im angenehm warmen Herbst ist die Laubfärbung besonders schön. (c) Kerstin Drews

Bunte Laubfärbung und angenehme Temperaturen im Herbst

Der Herbst (September bis November) ist trotz gelegentlicher Taifune eine empfehlenswerte Jahreszeit für vielerlei Aktivitäten. Die schwüle Hitze lässt langsam nach und sowohl Städtetrips als auch Wanderungen in der Natur bieten sich an.

Während es ganz im Süden mit meist über 25 Grad weiterhin sommerlich heiß ist, sollten Sie für Ihren Hokkaidō-Besuch am besten Übergangskleidung und zusätzlich eine dicke Jacke für abends einplanen. Hier herrschen oft Temperaturen um die 10 Grad. Auf Honshū bietet sich bei 15-20 Grad Übergangskleidung an.

Der Herbst ist übrigens eine besonders schöne Jahreszeit für einen Ausflug in die Natur: Das bunte, meist leuchtend rote Herbstlaub (momiji) ist ähnlich überwältigend wie das rosa Blütenmeer zur Kirschblütenzeit.

Winter in Hirosaki
Nordjapans Winter sind besonders schneereich. (c) Kerstin Drews

Winter in Japan: Schneereicher Norden und milder Süden

Japans Winter (Dezember bis Februar) ist je nach Region sehr unterschiedlich. Während auf Okinawa bei fast 20 Grad angenehm warme Temperaturen herrschen und es sich auch ohne Jacke draußen aushalten lässt, brauchen Sie fast überall sonst Winterkleidung. Auf Zentral- und Südhonshū sowie auf Kyūshū bewegen die Temperaturen sich meist zwischen 5 und 10 Grad. Schnee ist zwar eher selten, aber nicht auszuschließen. Da es in einigen Wohnungen und Hostels keine Zentralheizungen gibt, sollten Sie warme Pullover und Jacken dabeihaben. Nordhonshū und Hokkaidō sind sehr schneereiche Regionen.

Freuen Sie sich auf faszinierende Festivals mit beleuchteten Schnee- und Eisskulpturen sowie ein großartiges Angebot an Wintersport. Und vergessen Sie nicht, Ihre dicken Pullover und Daunenjacken mitzubringen.

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