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Anko in Tōkyō: An diesen 5 Orten genießen Sie feinste, japanische Süßwaren!

Unvertraute Geschmäcker und Texturen sind nichts Ungewöhnliches bei Wagashi. Eine traditionelle Zutat japanischer Süßigkeiten ist Anko, eine süße, aus roten Adzukibohnen hergestellte Paste. Ob samtig-fein oder eher grob, HereNow verrät Ihnen 5 Tōkyōter Geheimtipps, wo Sie Anko nach Herzenslaune genießen!

1. TORAYA CAFÉ・AN STAND: Bohnenpasten verschiedenster Arten

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Als Neuzugang in die bestehende Café-Reihe des Konditors Toraya, wurde das Toraya Café・An Stand in Shinjuku im April 2016 eröffnet. Es liegt in der zweiten Etage des NEWoMan-Komplexes (angrenzend an den Bahnhof Shinjuku und dem Expressbus-Terminal). Das Café ist auf die Bohnenpaste Anko spezialisiert und bietet eine Fülle an Produkten, Rezept-Tipps sowie Knabbereien und Getränke an.

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Torayas rote Bohnenpaste hebt sich durch eine samtig-geschmeidige Textur von gröberen Pasten anderer Rezepturen ab. Schwarzer Zucker und Ahornsirup verleihen der Paste aus Azukibohnen eine luxuriöse Süße. Neben Toast, Sandwiches und Azukibohnen-Tee ist auch An-Coppe, eine weiche, süße Hefebrot-Rolle, gefüllt mit einem Streifen Bohnenpaste und einem Hauch Frischkäse, im Angebot. Gebacken von Le Petit Mec in Kyōto, ist die warm servierte Rolle eine angenehme Stärkung für alle, die den immer pulsierenden Bahnhof Shinjuku durchqueren.

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Nebst den zum Konsum im Café angebotenen Speisen kann die Bohnenpaste auch in vielerlei Variationen in Gläschen erworben werden. Püriertes Anko, Anko mit weißem Sesam & Kinako (Sojabohnenmehl), Anko mit Vanille & Zitrone-Geschmack, aber auch Müsli und andere Schmankerl sind zum Genuss außer Haus angeboten.

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Adresse: 2F NEWoMan Shinjuku, 5-24-55 Sendagaya, Shibuya-ku, Tōkyō
Öffnungszeiten: 9:00 – 22:00 Uhr
Homepage: https://www.toraya-group.co.jp/toraya-cafe

2. Tsuruya Yoshinobu TOKYO MISE 鶴屋吉信 TOKYO MISE: Frisch zubereitete, traditionelle Süßwaren

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Tokyo Mise wurde 2014 von Tsuruya Yoshinobu, Konditor aus einer über 200 Jahre alten Konditor-Tradition, eröffnet. Der Laden liegt in Nihonbashi, gegenüber vom Mitsukoshi-Einkaufszentrum im Coredo-Komplex. In einem Verkaufs- und einem Teeraum wird die Tradition japanischer Süßwaren dort beispiellos dargeboten.

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Hinter dem tiefblauen Noren (Stoffvorhang vor Hauseingängen) reihen sich Schaukästen, die Sie zur Theke führen. Dort erwartet Sie bereits ein Konditor, der feine Namagashi (Süßware, die meist Anko enthält) frisch zubereitet. Diese können Gäste an der Theke und im Teeraum nebenan genießen.

Das Angebot ist gespickt mit saisonalen Jahreszeiten-Highlights – so etwa basieren drei Juni-Spezialitäten auf zur frühsommerlichen Regenzeit blühenden Blumen: die Hortensie, die Rose und die Waldrebe.

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Die Zubereitung von Namagashi ist ein rascher, eleganter Prozess: Die Hände des Konditors ziehen, rollen und wickeln behände und geräuschlos für einige Minuten die Zutaten. Ob das mit weißer Bohnenpaste gefüllte Chōshun-Bällchen oder das lilafarbene, blütenförmige Hatsumurasaki mit reicher, glatter Koshi an-Füllung – die delikaten Süßwaren von Tokyo Mise sind von Anfang bis Ende ein Genuss für alle Sinne.

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Adresse: 1-5-5 Muromachi, Nihonbashi, Chuo-ku, Tōkyō
Öffnungszeiten: 10:00 – 21:00 Uhr, Teeraum 10:30 – 20:00 Uhr
Homepage: http://tokyo-mise.jp/

3. Mitsubachi Honten みつばち 小倉アイス本店: Anko-Eiscreme, seit einem Jahrhundert unverändert

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Mit seiner Rezeptur hat Mitsubashi Honten die Wandel der Zeit überdauert. Zu Fuß unweit vom Ueno Park und der geschäftigen Passage Kasuga-dori entfernt, öffnet sich Mitsubashi Honten über ein Verkaufsfenster zur Straße den Passanten. Der Teeraum im Inneren des Gebäudes lädt auch zum gemütlichen Schnabulieren vor Ort ein.

Der Laden, der auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblickt, bietet ein Assortement an Süßwaren, auf das sich schon mehrere Generationen an Kunden verlassen.

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Ursprünglich wurde in dem Laden Eiscreme hergestellt. Doch ein Experiment mit von Kakigōri übrig gebliebenen Azukibohnen, führte 1915 zur ersten Herstellung von Ogura-Eis (in Sirup eingekochte Bohnenpaste). Seither blieb die Rezeptur weitestgehend unverändert und verwendet noch immer die großen, aus Hokkaidō stammenden Dainagon-Azuki-Bohnen. Zwischen zwei Waffeln, in einer Schüssel Anmitsu (jap. Dessert mit Anko und Früchten) oder einfach pur – die dunkelrote Eiscreme überzeugt noch immer.

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Kombiniert mit Früchten wie Mandarinen oder Kirschen, mit Shiratama (Bällchen aus Klebreismehl) oder einfach mit okinawaer Kuromitsu (schwarzer Zucker-Sirup) besprenkelt – an heißen Sommertagen schmilzt die Eiscreme in ein Anmitsu-Bett aus Obst und Sirup zu einem verführerisch erfrischenden, süßen Schmankerl.

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Adresse: 3-38-10 Yushima, Bunkyo-ku, Tōkyō
Öffnungszeiten: 10:00 – 21:00 Uhr, Teeraum 10:30 – 20:00 Uhr
Homepage: http://www.mitsubachi-co.com/

4. AYOA-NO-TONARI 青家のとなり: Natürliche Zutaten, Knödelchen nach Kyōto-Art

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Als komplementärer Begleiter zu Yuki Aoyamas Restaurant Aoya in Nakameguro, serviert Aoya no Tonari (wörtl. “neben Aoya”) frisch zubereitete Süßwaren. Versteckt in einem renovierten Haus in Aobadai, legt das familienfreundliche Restaurant viel Wert auf die hohe Qualität der Zutaten und vermeidet Konservierungsstoffe, Zusatzstoffe und weißen Zucker.

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Zu den Kreationen der in Kyōto geborenen Besitzerin/Köchin des Restaurants gehören die Gokoku namafu dango, kleine Weizen-Bällchen. Nach drei Jahren des Experimentierens mit Herstellern in Kyōto, bestehen die Knödelchen nun aus Kushi an mit braunem Zucker, hergestellt nach Ayoamas Rezeptur auf Kyōtos berühmten Nishiki-Markt. Die Paste ist ummantelt von feiner, zartgrüner Weizenstärke (Namafu). Laut Aoyama hätte diese Leckerei, die genauso auf handwerkliches Geschick wie auf hochwertiges Wasser angewiesen ist, nur in Kyōto zum Leben erweckt werden können.

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Hergestellt aus natürlichen Zutaten, sind Namafu dango mit einer ausgewogenen Mischung aus Texturen und einem Hauch Süße die perfekte Ergänzug zu einer Kanne Tee. Als Geschenk oder Leckerei für zu Hause sind die Bällchen auch zum Mitnehmen und online erhältlich.

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Adresse: 1-15-9 Aobadai, Meguro-ku, Tōkyō
Öffnungszeiten: 11:30 – 18:00 Uhr (oder bis alles ausverkauft ist), Montags Ruhetag
Homepage: http://www.aoya-nakameguro.com

5. Mahorodou Sougetsu まほろ堂 蒼月: Süß-salzige Leckerbissen an der Setagaya-Linie

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Mahorodou Sougetsu, an der Setagaya-Linie in Miyasaka gelegen, ist ein Süßwarenladen der Nachbarschaft. Im Angebot sind die beruhigende Atmosphäre und eine Auswahl handgemachter Delikatessen. Seit das Geschäft im Sommer 2015 eröffnet wurde, hat es eine lokale Anhängerschaft gewonnen.

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Neben der Anko-Paste, die unter anderem in den beliebten Grüne Bohnen-Daifuku vorkommen, erfreut sich besonders zur wärmeren Jahreszeit allerdings ein anderes Produkt großer Beliebtheit: Kuzu-zakura. Der Ladenbesitzer Fumito Yamagashi bereitet jede Fuhre Kuzu-zakura selbst per Hand zu. Behutsam bereitet er das launenhaft-anspruchsvolle Kuzu-Gelee (aus den Wurzeln der Kuzu-Rebe hergestellt) vor. Eine kleine Handvoll dieses Gelees wird um eine Kugel roter Kushi an-Paste gelegt. Serviert auf einem gesalzenen Kirschbaum-Blatt hat das durchscheinende Gelee mit seiner eher flüssigen Konsistenz eine wahrlich eigenartige Erscheinung.

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Besonders gut passt dazu ein Glas gekühlter Tee. Die samtige, hauseigene Kushi an-Paste steht im subtilen Kontrast mit dem süß-klebrigen Kuzu-Gelee. Abgerundet wird die Geschmackserfahrung durch das salzige Kirschblatt. Während der Verkehr draußen vorbei rauscht, setzten Sie sich einfach ans Fenster und genießen Sie ein paar Momente für sich.

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Adresse: 1-38-19 Miyasaka, Setagaya-ku, Tōkyō
Öffnungszeiten: 9:00 – 19:00 Uhr, Montags Ruhetag
Homepage: http://www.mahorodou-sougetsu.com//

Dieser Text wurde von HereNow im Original auf Englisch am 29.06.2016 veröffentlicht. Text und Fotos stammen von Ben Davis.

Für JAPANDIGEST wurde der Text von Sina Arauner ins Deutsche übersetzt und nachbearbeitet.

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