Japan Travel Photographers Association: Parade der Koi-Flaggen

Im April und Mai werden sie gehisst, die so typisch japanischen Koi-Flaggen, die dann über Hauserdächer und Einkaufsstraßen, über Wiesen und Flüsse im Wind zu tanzen beginnen. Die JTPA zeigt Ihnen die schönsten Eindrücke der bunten "koi nobori".

Koi nobori in Kameido, Tōkyō
Eine Einkaufsstraße in Kameido, im Tōkyōter Stadtteil Kōtō. © Itō Hiroshi / JTPA

Die sogenannten koi nobori (鯉のぼり), übersetzt „Karpfenfahne“, wurden ursprünglich zum „Knabenfest“ (heutzutage kodomo no hi, das “Kinderfest” am 5. Mai) in den Gärten gehisst, um für das gesunde Wachstum der eigenen Söhne zu beten. Sie werden an eine 5 bis 10 m hohe Stange befestigt, an deren Spitze ein dekoratives Windrad steckt, das sich im Wind dreht. An ein Seil mit einer Spule werden die Windsäcke in folgender Reihenfolge gehisst: erst der schwarze Karpfen, dann der rote und zum Schluss die kleinen „Kinder-Kois“. Im Zuge des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg konnte man sie seit den 1960er-Jahren an verschiedenen Orten sehen, doch in den Städten sind die Flaggen aufgrund der starken Urbanisierung der letzten Jahre und Jahrzehnte fast verschwunden. Stattdessen werden die Flaggen überall im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen im April und Mai aufgehängt. Die Seile werden oft über Flüsse gespannt und in den Städten zieren zahlreiche koi nobori die großen Einkaufsstraßen.

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Koi nobori in Tōkyō
Koi nobori in der Stadt Koganei (Präfektur Tōkyō). Hier sehen Sie die „Grundkombination“ aus schwarzen, roten und „Kinder-“Flaggen. © Itō Hiroshi / JTPA
Koi nobori in Kameido, Tōkyō
Eine Einkaufsstraße in Kameido, im Tōkyōter Stadtteil Kōtō. © Itō Hiroshi / JTPA
Koi nobori in Kameido, im Tōkyōter Stadtteil Kōtō.
In Kameido, im Tōkyōter Stadtteil Kōtō. © Itō Hiroshi / JTPA

Mitte bis Ende der Edo-Zeit wurden zahlreiche Häuser mit Schilfdächern gebaut, und heutzutage sind viele dieser „Schilfdörfer“ noch erhalten oder bewohnt. Im Ortsteil Kitamura der Stadt Miyama-chō (Präfektur Kyōto) konnten wir die koi nobori betrachten.

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Die Spule, der Windsack und je ein schwarzer, ein roter und zwei Kinder-Flaggen.
Das dekorative Windrad und je ein schwarzer, ein roter und zwei Kinder-Flaggen. © Tatsuki Hirohiko / JTPA
Koi nobori in Kitamura
© Tatsuki Hirohiko / JTPA
Koi nobori in Kitamura
© Tatsuki Hirohiko / JTPA
Koi nobori in Kitamura
Die Schilfdächer und koi nobori gehören in den ländlichen Bergdörfern Japans zur Landschaft. © Tatsuki Hirohiko / JTPA

Der Fluss Kiso fließt durch Nagiso (Präfektur Nagano), wo sich auch Tsumago-juku, die 42. Station der alten Nakasendō-Handelsroute, befindet, die das damalige Edo (heute Tōkyō) und Kyōto verband.

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Japans größte Holzbrücke, die Momosuke-Brücke im Kiso-Tal
Parallel zu Japans größter Holzbrücke, die Momosuke-Brücke, flattern koi nobori im Wind. © Yamaguchi Katsuhiro / JTPA
Viele koi nobori in der Stadt Agematsu (Präfektur Nagano).
Viele koi nobori in der Stadt Agematsu (Präfektur Nagano). © Yamaguchi Katsuhiro / JTPA
Viele koi nobori in der Stadt Agematsu (Präfektur Nagano).
© Yamaguchi Katsuhiro / JTPA
Viele koi nobori in der Stadt Agematsu (Präfektur Nagano).
© Yamaguchi Katsuhiro / JTPA

Im Bezirk Rokugō, nahe der Aonoyama Sation der JR Yamaguchi-Linie (Präfektur Shimane), kann man Ende April bis Mai die blühenden Azaleen bewundern. Dort schwammen die traditionellen Karpfen über den Dächern der Häuser.

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Koi nobori in Tsuwano in der Präfektur Shimane
Koi nobori in der Präfektur Shimane. © Koshi Nobuyuki / JTPA
Koi nobori in Yamaguchi
Als unser Fotograf die JR Funahirayama Station (Präfektur Yamaguchi) an den Bergfüßen der Grenze zu Shimane besuchte, hingen bei strahlend blauem Himmel koi nobori nahe des Bahnsteiges. © Koshi Nobuyuki / JTPA

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