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Die Ausstellung OMOSHIROGARA im Museum DKM ist jetzt in vollem Gange! Anzeige

JAPANDIGEST
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Die Ausstellung "OMOSHIROGARA" ist in vollem Gange! Enträtseln Sie die Dynamik der japanischen Modernisierung durch Kimono und zeitgenössische Kunst. Jetzt zu sehen bis zum 27. Februar 2022 im Museum DKM in Duisburg.

© Obi (Gürtel): „Asanoha“ (Hanfblatt-Muster) mit Flaggen, ca. 1930-40er Jahre, Sammlung Yoshiko Inui, Sapporo, Ausstellungsansicht, Museum DKM, 2021 (Foto Christina Wild)

Derzeit ist in Duisburg die Ausstellung OMOSHIROGARA zu sehen. Es handelt sich um eine groß angelegte Ausstellung, die die Dynamik der asiatischen Modernisierung, in deren Mittelpunkt Japan steht, aus verschiedenen Blickwinkeln anhand von Kimono und zeitgenössischer Kunst untersucht.

Omoshirogara bedeutet bizarres Muster und ist eine Gattung von Kimonos, hauptsächlich für Männer. Es wurde zwischen der frühen Meiji-Ära und der Mitte des Pazifikkriegs hergestellt. Ungewöhnliche Muster und Entwürfe wurden auf das Innenfutter der Haori-Jacke, die Unterwäsche, und andere Teile des Kimonos gezeichnet, die von außen nicht sichtbar waren. Neben Nishiki-e Karikaturen aus dem Chinesisch-Japanischen und dem Russisch-Japanischen Krieg gab es auch Muster, die die Populärkultur widerspiegelten, wie Filme, Mickey Mouse, Postkarten und Zeitungsausschnitte. Es gab auch imperialistische Muster wie Nazi-Hakenkreuze und Eisenbahnkarten der Mandschurei sowie Muster der Heimatfront, die das stündliche, vorbildliche Leben zu Hause während des Krieges darstellten.

© Juban (Unterkimono): Mickey Maus, ca. 1930er Jahre, Sammlung Yoshiko Inui, Sapporo
© Obi (Gürtel): „Asanoha“ (Hanfblatt-Muster) mit Flaggen, ca. 1930-40er Jahre, Sammlung Yoshiko Inui, Sapporo, Ausstellungsansicht, Museum DKM, 2021 (Foto Christina Wild)

Diese Kimonos mit bizarren Mustern, die bisher nur als Propaganda-Kimono anerkannt wurden, illustrieren anschaulich die turbulente Modernisierung der japanischen Gesellschaft und die angespannte globale Situation. Sie haben deswegen in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit von Museen in Europa und den Vereinigten Staaten, unter anderen das Metropolitan Museum of Art (New York) und Johann Jacobs Museum (Zürich), auf sich gezogen, da sie wertvolles historisches Material darstellen, in dem sich die Modernisierungserfahrungen der einfachen Bürger widerspiegeln, über die bisher kaum gesprochen wurde.

© Erika Kobayashi „Sie hat gewartet“ 2019/2021, Ausstellungsansicht, Museum DKM, 2021 (Foto: Subaru Moriwaki)

Die Ausstellung OMOSHIROGARA unter der Leitung von Roger M. Buergel, dem künstlerischen Leiter der 12. Documenta (2007), zeigt die seltene Kimono-Sammlung von Yoshiko Inui (emeritierte Professorin der Tokai-Universität), einer Kunsthistorikerin und weltweit führenden Forscherin von Omoshirogara-Mustern, in einem noch nie dagewesenen Umfang.

Neben den Werken der fünf aufstrebenden zeitgenössischen Künstler Yu Araki, Erika Kobayashi, Ri Jong Ok, Kei Takemura und Yuichiro Tamura wird auch die Sammlung des DKMs zu sehen sein. Handouts, die vor Ort verteilt werden, sind in drei Sprachen erhältlich: Japanisch, Deutsch und Englisch. Das Museum DKM ist auch für seine außergewöhnliche Sammlung ostasiatischer Kunst bekannt, und seine ständige Sammlung, die buddhistische Statuen, Keramiken und wichtige zeitgenössische Kunstwerke umfasst, ist einen Besuch wert.

OMOSHIROGARA 

Termine:bis 27. Februar 2022
Öffnungszeiten:Samstag, Sonntag, Feiertag und jeden ersten Freitag im Monat von 12.00 bis 18.00 Uhr*.
Veranstaltungsort:Museum DKM, Güntherstr. 13-15, 47051 Duisburg (www.museum-dkm.de)
Kuratiert von:Roger M. Buergel, Miwa Negoro und Mariko Mikami
Unterstützt von:Auswärtiges Amt, The Japan Foundation
Website:http://omoshirogara.org
Anfragen:[email protected] (über die Ausstellung), [email protected] (über das Museum)

(*) Für Besuche von Montag bis Freitag ist eine Terminvereinbarung erforderlich. Jeden ersten Freitag im Monat werden um 16:00 Uhr Führungen durch das Museumspersonal angeboten. Es werden auch Führungen auf Japanisch angeboten. Bitte kontaktieren Sie das Museum für weitere Informationen.

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