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Wussten Sie schon…? 3 Fakten zur Natur Japans

Diana Casanova
Diana Casanova

Allein, um die einzigartigen und facettenreichen Landschaften Japans zu entdecken, lohnt sich die Reise dorthin. Kannten Sie schon diese drei Fakten rund um die japanische Natur und Geografie?

Fuji
© Photo AC / Ciconiidae

1. Wissenswertes über Japans Geografie?

Japan ist eine Inselnation (bestehend aus über 6.800 Inseln) im Pazifik, die zu ca. 80 % von Bergen bedeckt ist. Diese sind teils so stark geneigt, dass sie weder zur Ansiedlung noch zur Landwirtschaft dienen können. Aus diesem Grund beschränkt sich die Siedlungsfläche auf Täler, Küstenstreifen und größere Ebenen. Die größten Inseln sind die vier Hauptinseln Honshū, gefolgt von Hokkaidō im Norden und Kyūshū sowie Shikoku im Süden. Die Japanischen Alpen im Zentrum Honshūs bilden dabei das größte Gebirge des Landes. Der höchste Berg ist mit 3.776 m jedoch der Fuji, ca. 140 km südwestlich von Tōkyō gelegen – nebenbei gesagt ein aktiver Vulkan, der zuletzt im Jahre 1707 ausbrach. In Japan stehen sogar etwa 10 % aller aktiven Vulkane der Welt. Gleichzeitig ist es aufgrund seiner Lage auch eine der erdbebenreichsten Regionen der Welt, denn es ist Teil des sogenannten Pazifischen Feuerrings. Vier tektonische Platten treffen dort aufeinander und verursachen durchschnittlich 1.500 Erdbeben pro Jahr.

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Blick auf Fuji
© Photo AC / zenfusui

2. Wie viele Nationalparks gibt es in Japan?

In Japan gibt es derzeit 34 Nationalparks, die vom Umweltministerium ausgewiesen sind. Sie sollen die schönsten Naturgebiete des Landes repräsentieren und gleichzeitig nachhaltig schützen. 1934 wurden die ersten ernannt: der Setonaikai-Nationalpark um das Seto-Binnenmeer sowie der Unzen-Amakusa- und der Kirishima-Kinkōwan-Nationalpark, beide auf der südlichen Insel Kyūshū gelegen. Darüber hinaus existieren über 50 sog. Quasi-Nationalparks, welche meist kleiner sind oder über eine weniger große Biodiversität verfügen, und von den jeweiligen Präfekturen verwaltet werden. Der Besuch eines Nationalparks lohnt sich für alle, die die unberührte Natur Japans entdecken möchten.

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Blick auf das Seto-Binnenmeer.
Ausblick auf das Seto-Binnenmeer. © Photo AC / makieni

3. Gibt es wirklich eine Kanincheninsel?

Die ca. 2 km lange Insel Ōkunojima vor der Küste Hiroshimas im Seto-Binnenmeer kennen viele Touristen besser als die „Kanincheninsel“. Jährlich besuchen sie rund 100.000 Menschen, um hunderte frei umherlaufende Kaninchen zu beobachten. Die Insel wurde in den 1920ern bis 1940ern als Standort für die militärische Giftgasproduktion genutzt, bei der Kaninchen als Versuchstiere dienten. Gegen Kriegsende wurden die Fabriken aufgegeben und stehen bis heute. Es besteht Uneinigkeit darüber, woher die heute auf der Insel lebenden Kaninchen stammen – einige sagen, sie sind die Nachfahren der überlebenden Versuchskaninchen, andere behaupten, dass sie von einer kleinen Gruppe Kaninchen abstammt, die Anfang der 1970er von Kindern ausgesetzt wurden. Seither hat sich ihre Population rasant und vielfältig entwickelt – auch dank fehlender natürlicher Fressfeinde. Die meisten Tiere sind handzahm und lassen sich gerne von Besucher:innen füttern. Ōkunojima, das über ein Hotel, ein kleines Strand-Resort und einige Outdoor-Angebote verfügt, ist ein beliebtes Tagesausflugsziel, das sich von der historischen Stadt Takehara aus mit der Fähre schnell erreichen lässt. Auch die verlassenen Giftgasfabriken können besichtigt werden, ein Museum informiert über die Geschichte der Insel. 

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Okunojima
© Photo AC / ぴーうさ

Dieser Artikel erschien in gekürzter Form in der JAPANDIGEST April 2023-Printausgabe und wurde für die Veröffentlichung auf der Website nachbearbeitet.

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