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Japan Travel Photographers Association: Herbstliche Terrassenfelder

Japans Gebirgsregionen erfordern besonderes Geschick bei der Landwirtschaft. Die JTPA hat sich für Sie auf eine Reise zu den schönsten Terrassenfeldern Japans begeben und diese Idyllen im Bild festgehalten.

Terrassenfelder in der Präfektur Chiba
Terrassenfelder in der Präfektur Chiba © Tatsuki Hirohiko / JTPA

Das japanische Land ist eng und gebirgig, was die Landwirtschaft seit alten Zeiten erschwert. Um es besser bewirtschaften zu können, hat man Berge abgetragen, steile Hänge mit Steinmauern aufgeschüttet und Wasser aus dem Gebirge gewonnen.

Die Nassreisfelder an steilen Hängen in den sogenannten Mittelgebirgsregionen, wo die Anbaubedingungen schlechter sind als in der Ebene, werden als Terrassenreisfelder bezeichnet. Die wunderschönen Terrassenfelder zeigen sich je nach Region und Anbauzeit in anderem Gewand und offenbaren herrliche japanische Urlandschaften.

Präfektur Kagawa

Die Nakayama-Reisterrassen an den Hängen der Präfektur Kagawa sind wunderschön und gehören zu den Top 100 Reisfeldern in Japan. Im 8,8 Hektar umfassenden Hügelgebiet liegen etwa 800 große und kleine Reisfelder übereinander. Es heißt, der Reis verdankt seinen köstlichen Geschmack dem Quellwasser des Berges Yufune, das zu den 100 berühmtesten Wassern in Japan zählt.

Terrassenreisfelder in der Präfektur Kagawa
© Fujimura Daisuke / JTPA
Reisanbau in Kagawa
© Fujimura Daisuke / JTPA
Reisfelder bei Sonnenaufgang
© Fujimura Daisuke / JTPA

Präfektur Nagasaki

Die Terrassenfelder in Minamishimabara auf der Shimabara-Halbinsel haben alle ihren individuellen, landschaftlichen Charme und Geschichten um einen im feudalen Japan berühmten Christen sind ebenfalls hier angesiedelt.[1]

Damals betrieb man Reisanbau, aber mit der Zeit begann man, Äcker anzulegen und das Land in Ackerland umzuwandeln.

Terrassenfelder vor blauem Meer in Nagasaki
© Tatsuki Hirohiko / JTPA
Wie Treppen angelegte Terrassenfelder in Shimabara (Nagasaki)
© Tatsuki Hirohiko / JTPA
Terrassenfelder in Shimabara (Nagasaki) im Abendrot
© Tatsuki Hirohiko / JTPA

Präfektur Chiba

Die Kamogawa-Ōyama-Terrassenfelder wurden auf Dämmen wie Treppenstufen an der steilen Böschung angelegt. Es gibt insgesamt 375 kultivierte Reisfelder. Die Bergsiedlung und die Feldarbeiter scheinen miteinander zu verschmelzen und bilden eine landwirtschaftliche Idylle.

Terrassenreisfelder in Chiba bei Tageslicht vor wolkigem Himmel
© Tatsuki Hirohiko / JTPA
Terrassenreisfelder in Chiba im Licht der untergehenden Sonne
© Tatsuki Hirohiko / JTPA

Präfektur Yamanashi

Die Region Nakano östlich des Kushigata-Gebirges gehört zu den Südlichen Japanischen Alpen. Auf ihren sanften Abhängen erstrecken sich große Terrassenfelder. Vom Bergkamm des Berges Misaka aus kann man übrigens den Fuji sehen, was ihn zum perfekten Aussichtspunkt macht.

Terrassenfelder vor Bergkulisse in der Präfektur Yamanashi
© Tatsuki Hirohiko / JTPA

Präfektur Toyama

Die Stadt Uozumi im Osten der Präfektur Toyama ist mit reichhaltigen Wasserressourcen gesegnet. Von den üppigen Schnee- und Regenfällen in dieser Region profitieren auch die Reisfelder und der hier gewonnene Reis ist äußerst schmackhaft.

Ein Bauer beim Reisanbau in der Präfektur Toyama
Die üppige Natur in Uozumi bietet beste Bedingungen für den Reisanbau. Anstatt auf Terrassenfeldern wird hier auf der Ebene gearbeitet. © Kobashi Ken'ichi / JTPA
Ein Arbeiter beim Reisanbau in der Präfektur Toyama
© Kobashi Ken'ichi / JTPA

[1] Die Burg Hara in Minamaishimabara war ein wichtiger Knotenpunkt in der Shimabara-Rebellion, die von Amakusa Shirō angeführt wurde, der Widerstand gegen die Christenverfolgung leistete.

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