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1. Sake Week Berlin: Eine Woche im Zeichen des Sake

Diana Casanova
Diana Casanova

Vom 1. bis 7. Oktober 2021 - pünktlich zum World Sake Day - findet in Berlin die 1. Sake Week Berlin statt. Diese wird von der gemeinnützigen Sake Embassy Germany e.V. organisiert, mit dem Ziel den japanischen Sake in Deutschland noch bekannter machen.

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Die Gründungsmitglieder der Sake Embassy Germany e.V. © Sake Embassy e.V.

Sake blickt in Japan auf eine lange Tradition zurück, denn nicht nur bei den abendlichen Trinkgelagen mit Freunden und Kollegen wird er getrunken. Auch bei bestimmten Ritualen des Shintoismus, der japanischen Naturreligion, spielt er eine wichtige Rolle. Das aus Reis hergestellte alkoholische Getränk wird hierzulande allgemein als “Sake” bezeichnet, doch werden in Japan zahlreiche Sorten je nach Alkoholgehalt und Herstellungsmethode unterschieden. 

Um die Besonderheiten und Vielfalt des Sake auch in Deutschland noch bekannter zu machen, wurde die Sake Embassy Germany e.V. ins Leben gerufen. Sie ist ein gemeinnütziger Verein und dient als Plattform für alle, die sich professionell mit Sake beschäftigen. Sie veranstaltet verschiedene Projekte und Events rund um die japanische Trinkkultur, um Sake den Menschen näher zu bringen. 

Als erste große Veranstaltung der Sake Embassy Germany findet vom 1. bis zum 7. Oktober 2021 die erste “Sake Week” in Berlin statt. In 25 Veranstaltungsorten und über 40 gastronomischen Einrichtungen können Besucher alles zum japanischen Sake kennenlernen und ihn selbst probieren. Weitere Details zur Veranstaltung finden Sie hier:

1. Sake Week BerlinDie Sake Week Berlin startet am 1. Oktober 2021. An allen Tagen der Veranstaltungswoche bis einschließlich 7. Oktober können Interessierte W...10.09.2021

Pünktlich zum Beginn der Sake Week haben wir mit Vereinsgründer Alexander van Hessen über das Event und Sake allgemein gesprochen.


Herr van Hessen, Sie sind im Vorstand und Gründungsmitglied der Sake Embassy Germany. Wie ist es zur Gründung des Vereins gekommen? 

Ich habe Sake für mich erst vor ca. fünf Jahren entdeckt. Durch persönliche Gespräche mit echten Sake-Enthusiasten wie Arnd Heissen oder Bastian Schwithal von GO-Sake, ist zum einen meine Begeisterung für das Produkt gestiegen und zum anderen habe ich festgestellt, dass beinahe alle Akteure sich mit denselben Herausforderungen konfrontiert sahen – Sake ist sehr erklärungsbedürftig, wird teilweise falsch verstanden und der Zugang ist schwierig.

Ich fand es daher eine gute Idee, die wichtigsten Sake Professionals mal an einen Tisch zu bringen, die Kräfte zu bündeln und gemeinsam Ideen und Kampagnen zu entwickeln, die einem breiteren Publikum Sake näherbringen. Die Corona-Pandemie hat es mir erlaubt, das Ganze dann auch auf den Weg zu bringen, da mein eigentliches Event-Business quasi nicht mehr existent war – so haben wir dann mit sechs Mitstreitern am 1. Oktober 2020 (dem World Sake Day) den Verband gegründet.

Wofür steht der Verein und was sind seine Tätigkeiten? 

Der Sake Embassy Germany e.V. ist gemeinnützig registriert und macht es sich zur Aufgabe, Projekte zu entwickeln, die es schaffen, Sake im Sinne eines unabhängigen Gattungsmarketings zunächst potenziellen Multiplikatoren wie Gastronomen, Sommeliers, Hoteliers und Agenturen näher zu bringen, die dann wiederum Endverbraucher begeistern sollen.

Unsere ersten beiden Projekte waren die Erstellung einer Sake-Deutschlandkarte, die zeigt, wo man Sake überhaupt bekommen kann (aktuell knapp 280 registrierte Orte), sowie die Entwicklung der ersten Sake Week-Veranstaltungswoche in Berlin.

Sake
Eine Woche im Zeichen des Sake: Auf verschiedenen Veranstaltungen können Besucher mehr über den japanischen Alkohol erfahren. © Sake Embassy e.V.

Was sind Ihre Ziele mit der 1. Sake Week Berlin? 

Wir wollen vor allem Restaurants und Bars dazu anregen auszuprobieren, Sake auf die Karte zu setzen. Wir schaffen Themen und Anlässe, die dann natürlich auch medial erzählt werden sollen.

Wie kam die Idee der Veranstaltung zustande?

Ich hatte 2012 bereits die Idee zu einer Berlin Food Week, die ich dann gemeinsam mit weiteren Akteuren weiterentwickelt habe und bis heute strategisch betreue. Die Berlin Food Week ist mittlerweile ein echter Meilenstein im kulinarischen Eventkalender, sie hatte 2019 (vor Corona) fast 60.000 Besucher und kürzlich im September 2021 nach einjähriger Pause erstmals auch Veranstaltungen in weiteren Städten Deutschlands. Die Erfahrungen aus der Berlin Food Week konnte ich nutzen, um auch eine Sake Week zu konzipieren.

Was dürfen Besucher der Sake Week erwarten? 

Grundsätzlich ist die Sake Week Berlin ein dezentrales Event. Auch durch die immer noch anhaltende Sondersituation mit Corona und den entsprechenden Auflagen, verzichten wir auf Großveranstaltungen. In knapp 30 Restaurants, Bars, Sake-Shops und Event-Locations finden teilweise täglich kleine Events wie Sake-Tastings, Workshops, Dinner und mehr statt. Zudem gibt es ein Online-Angebot, z.B. Live-Brauereiführungen in Japan. Eine Besucher- bzw. Teilnehmerzahl können wir daher erst nach der Veranstaltung nennen. 

Was plant die Sake Embassy Germany für die Zukunft? 

Wir wollen zunächst die Sake Week ausbauen und auch in weitere Städte bringen, stärker digitalisieren und international arbeiten. Des Weiteren planen wir ein konkretes Beratungsangebot für Gastronomen – zum Thema Einkauf, Logistik, Schulung von Personal, Entwicklung von Sake-Drinks usw.

Wie sind Sie zum Sake gekommen und was fasziniert Sie an ihm? 

Ich hatte damals Sake häufiger probiert und ihn erstmal nicht so richtig verstanden, bin dann aber durch persönliche Gespräche mit anderen Enthusiasten immer tiefer eingestiegen. Mich fasziniert die Geschichte dahinter und vor allem die Wertschätzung gegenüber dem Produkt, die man von der Produktion bis zum Konsum spüren kann.

Was macht Ihrer Meinung nach die japanische Trinkkultur so besonders? 

Die japanische Kultur im Allgemeinen ist faszinierend – mit sehr viel Stolz, Bedacht und Wertschätzung verbunden. Ich persönlich mag auch die Geselligkeit, die man beim Saketrinken an den Tag legt. Das kann auch sehr lustig werden.

Zum Abschluss: Welchen Sake würden Sie Einsteigern empfehlen? 

Für absolute Neulinge eignen sich Sake, die vielleicht einem Wein erstmal ähnlicher sind. Vielleicht sogar auch einen Sparkling Sake gut gekühlt zu einem festlichen Anlass.

Wer sich langsam herantasten möchte, sollte ein paar kreative Drink-Kreationen mit Sake probieren oder einen schlichten Sake-Tonic – dazu gibt es zur Sake Week natürlich allerorts tolle Möglichkeiten.

Alexandervanhessen
Gründer und Vorstandsmitglied der Sake Embassy Germany e.V., Alexander van Hessen.

Die Sake Week Berlin findet vom 1. bis 7. Oktober an verschiedenen Orten in Berlin statt. Das vollständige Programm finden Sie unter: www.sake-embassy.com/sakeweek

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