Murakami
Cover des Buches „Von Beruf Schriftsteller“, erschienen beim Dumont-Verlag. © Dumont

NEWS I Murakami Harukis neuer Roman: Endlich Details zur Veröffentlichung

Titel und Veröffentlichungsdatum des neuen Murakami-Romans bekanntgegeben +++ bisher keine Details zur Handlung veröffentlicht +++ erster Roman Murakamis seit vier Jahren +++ Veröffentlichung in Deutschland steht noch nicht fest

Am 24. Februar 2017 um Mitternacht (Ortszeit) startet der Verkauf des neuen Murakami-Romans in Japan. Die ohnehin hohe Auflage wurde noch einmal von 500.000 auf 700.000 (1. Band) bzw. 600.000 (2. Band) erhöht, gab das Verlagshaus Shinchōsha am 20. Februar bekannt.

Auch der Titel des zweibändigen Werks wurde inzwischen preisgegeben: Kishidanchō Goroshi 騎士団長殺し (Mord am Kommandeur). Der englische Titel lautet „Killing Commendatore“. Weiterhin gibt es keine Informationen zu internationalen Übersetzungen.

Screenshot der Anküdigung auf der Verlagshomepage (c) Shinchōsha

Das Werk mit insgesamt 1.000 Seiten wird in zwei Bänden veröffentlicht – in Japan. Der erste Band trägt den Titel Arawareru idea 顕れるイデア (Die aufkommende Idee), der zweite Band heißt Utsurou metaphor 遷ろうメタファー (Die bewegliche Metapher).

Shinchōsha bewirbt Kishidanchō Goroshi als ersten ausgewachsenen Roman Murakamis seit der Veröffentlichung von „1Q84“ 2009. Seither veröffentlichte der Autor 2013 den deutlich kürzeren Roman „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ und 2014 die Kurzgeschichtensammlung „Von Männern, die keine Frauen haben“.

Zwar ist über den Inhalt der Geschichte noch nichts bekannt. Der Titel sorgt unter Fans allerdings für Spekulationen, ob es sich möglicherweise um einen Krimi handele. Murakami selbst beschrieb die Geschichte als „sehr merkwürdig“.

Erhoffter Aufwind für den Buchhandel

Japanische Buchhändler, die mehr und mehr mit dem Online-Buchhandel konkurrieren, erwarten die Neuerscheinung mit Spannung. Die Vorbestellungen zeigen: Auch dieser Murakami wird wohl auf Bestsellerlisten zu finden sein.

Auf den Verkaufsstart am 24. Februar bereiten sich die Händler demenstprechend vor: Regale, die nur mit Murakamis Werken gefüllt werden oder Teams von Straßenverkäufern, die mit speziellen Jäckchen ausgestattet sind und besonders Pendler anziehen sollen.

Nur auf Hokkaidō müssen sich Leser einen Tag länger gedulden: Wegen eines Zugunfsalls verzögere sich die Lieferung der Bücher bis zum 25. Februar, entschuldigte sich Shinchōsha auf der Verlagshomepage.

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