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Eintauchen in das Nachtleben Tōkyōs: Roppongi & Akasaka

Diana Casanova
Diana Casanova

Wer das Nachtleben des schillernden Tōkyōs erkunden will, ist in den Stadtvierteln Roppongi und Akasaka genau richtig. Neben zahlreichen Möglichkeiten zum Feiern und Schlemmen erlebt man hier auch eine hochkarätige Kunstszene.

Die Keyakizaka-Straße in Roppongi im Winter.
Die Keyakizaka-Straße in Roppongi im Winter. © Photo AC / デコポン10kg

Roppongi

Im Bezirk Minato gelegen, ist Roppongi vor allem beliebt für seine vielfältige Nachtclubszene, sowohl bei Einheimischen als auch bei Ausländern. Das liegt daran, dass viele Clubs und Bars dort sehr ausländerfreundlich sind – u. a. weil sich in der Gegend sowie in den Nachbarvierteln Akasaka, Azabu und Hiroo zahlreiche Botschaften befinden. Wörtlich übersetzt bedeutet Roppongi „sechs Bäume“, denn in der Edo-Zeit (1603-1868) sollen einst sechs große Zelkovenbäume den Standort markiert haben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dessen Zuge Roppongi beinahe vollständig zerstört wurde, siedelten sich mehrere US-Basen dort an. Ab den 1960ern entwickelte sich eine große Diskoszene, die in der Wirtschaftskrise der 1990er jedoch stark schrumpfte. Erst die Fertigstellung des Izumi Garden Tower und des Roppongi Hills-Komplexes 2002/03 sowie die des Tokyo Midtown-Projektes 2006 belebten Roppongi wieder und machten es zu einem Highend-Geschäfts- und Unterhaltungsviertel. Mittlerweile sind in Roppongi zahlreiche 5-Sterne-Hotels und internationale Unternehmen ansässig. Außerdem hat es sich in den letzten Jahren durch die Veranstaltung von Kunstfestivals (z. B. die Roppongi Art Night), Wettbewerben und die Eröffnung hochkarätiger Museen einen Namen in der Kunstszene gemacht.

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Roppongi Hills

Eine der größten Attraktion Roppongis ist der Komplex Roppongi Hills. Mit einer Mischung aus High-End-Restaurants, vielen Shoppingmöglichkeiten und mehreren Kunstgalerien bietet es für alle Reisenden einen Grund, sich dorthin zu verirren. Im Zentrum steht der Mori Tower, auf dessen 52. Etage sich das Mori-Kunstmuseum befindet. Nebenbei erhält man von dort ein fantastisches Panorama auf die Großstadt.

https://www.roppongihills.com/en/

Roppongi Hills
Der Mori Tower im Roppongi Hills-Komplex. © Photo AC / @ぶらいあんと

Roppongi Hills Winter-Illuminationen

Besonders im Winter ziehen die Menschen nach Roppongi. Nicht um zu feiern, sondern um die spektakulären Illuminationen zu bewundern. Was in Japan – wie die Kirschblütenschau – mittlerweile eine Art Volkssport geworden ist, wird in Roppongi besonders zur Schau gestellt. Der Roppongi Hills-Komplex sowie die Straße Keyakizaka werden mit Millionen Lichtern beleuchtet und sorgen für beschauliche Momente.

Winter-Illuminationen der Keyakizaka-Straße.
Winter-Illuminationen der Keyakizaka-Straße. © Photo AC / みさぽんふぉと

Tokyo Midtown

Der Gebäudekomplex ist mit 248 m Höhe derzeit Tōkyōs zweithöchstes Gebäude, direkt nach dem Tokyo Skytree. Viele Grünflächen, Luxusgeschäfte, internationale Restaurants und Kunstmuseen werden umringt von moderner Architektur im Zentrum der Hauptstadt.

https://www.tokyo-midtown.com/jp/index.html

Tokyo Midtown
Tokyo Midtown. © Photo AC / kazzzy

National Art Center Tokyo

Ein weiterer Pflichtbesuch für Kunstfreunde ist das National Art Center Tokyo, eines der größtes Museen des Landes. Doch anders als andere Kunstmuseen ist es ein „leeres Museum“ ohne eine Dauerausstellung oder eigene Sammlung. Dort finden vor allem limitierte Sonderausstellungen statt, die von anderen Organisationen kuratiert werden, so 2007 z. B. eine große Monet-Ausstellung.

https://www.nact.jp/english/

Das National Art Center aus der Vogelperspektive.
Das National Art Center aus der Vogelperspektive. © Photo AC / makoto.h

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Akasaka

Angrenzend an Roppongi liegt Akasaka, das besonders von Büro- und Regierungsgebäuden dominiert wird. So befindet sich dort auch das Nationale Parlamentsgebäude. Während der Edo-Zeit war es zudem die Heimat der großen Burg Edo, einst Sitz des Shōguns. In Akasaka versammeln sich die Reichen und Mächtigen aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung – von elitären Hotels wie das Hotel New Otani, traditionellen Ryotei-Restaurants oder schillernden Nachtclubs, hier kann sich jeder vergnügen, auch mit kleinem Geldbeutel. 

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Akasaka-Palast

Im Jahre 1909 für den Kronprinzen erbaut, überlebte der Akasaka-Palast sowohl das verheerende Kantō-Erdbeben 1923 als auch die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg ging er in den Besitz der Regierung über. Es ist ein imposanter Komplex im Neobarock-Stil (dennoch mit vielen Elementen japanischer Architektur), der ein wenig an den Buckingham Palace erinnert. Dort werden häufig internationale Diplomaten empfangen und beherbergt, seit 2009 gilt er sogar als offizieller „Nationalschatz“. Der Palast sowie die opulente Gartenanlage sind für Besucher:innen zugänglich.

https://www.geihinkan.go.jp/en/akasaka/

Akasaka Palast
Akasaka-Palast. © Photo AC / alzismark

Restaurant Ninja Tōkyō

Nahe der Station Akasaka-Mitsuke befindet sich das Erlebnisrestaurant Ninja Tōkyō (ehemals Ninja Akasaka), in dem man in die geheimnisvolle Welt der Ninja eintauchen kann. Neben einer großen Auswahl an Menüs und Getränken bieten die talentierten Zauberkünstler:innen spannende Ninja-Tricks zum Staunen. Achtung: Eine vorherige Reservierung ist nötig!

https://www.ninja-tokyo.jp/home/home-en/

Shoppen im Akasaka Sacas

Der große kommerzielle Komplex wurde 2008 fertiggestellt und beherbergt viele Geschäfte, Restaurants und Bürogebäude, wenn auch der eigentliche Zweck der Bau einer neuen Zentrale für den Rundfunksender TBS gewesen war. Darüber hinaus befinden sich dort auch ein vollwertiges Theater und ein Konzerthaus.

Einkaufszentrum Akasaka Sacas.
Einkaufszentrum Akasaka Sacas. © Photo AC / creampasta

Heiliger Hie-Schrein

Akasakas kleines Highlight ist der Hie-Schrein, der auf einem Hügel inmitten der Hochhäuser liegt. Er gehört zu den wichtigsten Schreinen Tōkyōs und ist Ausgangspunkt des imposanten Sannō Matsuri, eines der drei größten religiösen Festivals der Stadt, welches jedes Jahr im Juni stattfindet. Den westlichen Treppeneingang umsäumen zahlreiche rote Torii-Tore – eines der beliebtesten Fotomotive Japans.

Torii-Tore des Hie-Schreins.
Torii-Tore des Hie-Schreins. © Photo AC / Mi-sha

Toyokawa Inari-Tempel

Obwohl der Toyokawa Inari ein buddhistischer Tempel ist, ist er dem shintōistischen Gott des Reises, Inari, gewidmet. Er ist ein Ableger des gleichnamigen Haupttempels, welcher in Toyokawa (Präfektur Aichi) gelegen ist. Erbaut im Jahre 1828, entdeckt man hier die spirituelle Seite Tōkyōs. Vor allem ist der Tempel berühmt für seine unzähligen Fuchsstatuen, die Inari-Füchse, die als Boten dem Reisgott dienen sollen.

Fuchsstatuen am Toyokawa Inari-Tempel.
Fuchsstatuen am Toyokawa Inari-Tempel. © Photo AC / Whitechocolate

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