Japanisch im Alltag: 5 häufige Redewendungen

Kerstin Drews
Kerstin Drews

Ob erstes Treffen oder der Abschied am Ende eines langen Arbeitstages – Im Japanischen gibt es eine ganze Reihe von Redewendungen, die im privaten sowie im geschäftlichen Alltag allgegenwärtig sind. JAPANDIGEST stellt Ihnen 5 der häufigsten vor.

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Winkende Frau
(c) すしぱく/pakutaso

Eine Sprache zu lernen bedeutet immer auch, etwas über die Kultur des jeweiligen Landes zu lernen, in dem sie gesprochen wird. Kein Wunder also, dass sich auch Grußworte und andere Redewendungen von Land zu Land unterscheiden.

In der japanischen Sprache gibt es eine Vielzahl von Redewendungen, zu denen es im Deutschen kein Äquivalent gibt. Auch wenn das Übersetzen manchmal schwierig ist – aufgrund des häufigen Gebrauchs gewöhnen sich Japanisch Lernende meist sehr schnell an diese Begriffe und vermissen ihr Fehlen in der eigenen Sprache.

1. Yoroshiku onegaishimasu よろしくお願いします

Yoroshiku onegaishimasu wird in vielen verschieden Situationen verwendet und gehört zu den ersten Redewendungen, denen Sie in Japan begegnen. So zum Beispiel beim Kennenlernen. Wenn Sie jemanden zum ersten Mal treffen, dann stellen Sie sich mit ihrem Namen vor und fügen Sie diese Floskel dazu. Sie bedeutet dann eigentlich einfach „Erfreut, Sie kennenzulernen“ –  jedoch mit der Nuance „Bitte seien Sie freundlich zu mir“  oder „Lasst uns gut miteinander auskommen“. Das Gegenüber wird Ihnen mit derselben Floskel antworten. Yoroshiku onegaishimasu wird aber auch verwendet, wenn man jemanden um etwas bittet, zu Beginn eines Meetings oder am Ende einer E-Mail. Die Bedeutung ist in etwa: „Vielen Dank, dass Sie sich darum kümmern.“ In weniger formellen Situationen reicht übrigens auch ein einfaches yoroshiku.

2. Otsukaresama desu お疲れ様です

Im japanischen Alltag, vor allem im Büroalltag, ist otsukaresama desu allgegenwärtig. Der Begriff kommt von dem Verb tsukareru, was mit „müde werden“ oder „erschöpft sein“ übersetzt werden kann. Man bedankt sich gegenseitig für die harte Arbeit. Im Arbeitsleben wird otsukaresama desu zur Begrüßung oder beim Abschied verwendet. Aber auch in der Schule, Uni oder unter Freunden und Familienmitgliedern kann die Redewendung im Zusammenhang mit einer anstrengenden Tätigkeit verwendet werden.

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3. Ittekimasu + itterasshai いってきます + いってらっしゃい

Ittekimasu und itterasshai werden beim Abschied verwendet. Wenn Sie einen Ort verlassen, dann verabschieden Sie sich bei den Zurückbleibenden mit ittekimasu, was mit „Ich gehe los“ übersetzt werden kann. Dabei wird die Hoffnung impliziert, dass man irgendwann zurückkehren und sich wiedersehen wird.  Man wird Ihnen mit itterasshai antworten. Das bedeutet in etwa: „Gute Reise!“

4. Tadaima + okaeri ただいま + お帰り

Die Gegenstücke zu ittekimasu und itterasshai sind tadaima und okaeri. Tadaima verwenden Sie, wenn Sie an einen Ort zurückkehren, zum Beispiel nach Hause oder ins Büro nach der Mittagspause. Es bedeutet „Ich bin wieder da“. Als Antwort darauf erhalten Sie okaeri: „Willkommen zurück!“

5. Gambarimasu + Gambatte 頑張ります + がんばって

Das Verb gambaru bedeutet „sein Bestes geben“, „sich anstrengen“ oder „durchhalten“. Nicht aufzugeben ist in der japanischen Gesellschaft sehr wichtig. Kein Wunder also, dass sich aus dem Wort eine feste Redewendung entwickelt hat. So wird man im japanischen Alltag stets mit gambatte – oder etwas höflicher: gambatte kudasai – ermutigt, durchzuhalten und sein Bestes zu geben. Antworten Sie darauf am besten mit gambarimasu: „Ich strenge mich an“. Dieser Begriff ist für Japanisch Lernende nach kurzer Zeit so vertraut und praktisch, dass Sie ihn häufig sogar in ihre eigene Sprache einbauen.

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