Wie überall sonst auch macht Gelegenheit Diebe. Nach dem Reaktorunglück von Fukushima 2011 wurde in Japan Strom gespart. Dies führte dazu, dass einige Straßen weniger beleuchtet waren als üblich. Dadurch stiegen laut der japanischen Polizeibehörde keisatsuchō (警察庁) die Fälle von Diebstählen im Stadtbereich Tōkyō an: von insgesamt 140 im Februar auf 180 im März. Zur Relation: In Berlin, das etwa ein Drittel der Einwohner Tōkyōs hat, wurden 2011 insgesamt über 15.000 Taschendiebstähle angezeigt. Da die Polizei in Japan umgehend Maßnahmen ergriff, fiel die Zahl innerhalb weniger Wochen unter das ursprüngliche Niveau zurück.

Bleiben Sie wachsam und achten Sie auf Ihr Eigentum, besonders in Menschenmengen. Viele japanische Haustüren werden nicht abgeschlossen – Bedenken Sie dies je nach Unterkunft. Sollten Sie etwas Merkwürdiges beobachten oder selbst Opfer eines Diebstahls werden, wenden Sie sich an das nächstgelegene Kōban-Polizeihäuschen. Die Beamten in den Polizeihäuschen helfen Ihnen weiter und können auch Kontakt zu Botschaften oder Generalkonsulaten Ihres Landes herstellen, falls Ihre Ausweisdokumente gestohlen wurden.
Strenge Waffengesetze, niedrige Mordrate
2012 gab es in Japan 506 Mordfälle bei über 120 Millionen Einwohnern, in Deutschland 690 bei über 82 Millionen. Die niedrige Zahl in Japan ist auch auf die strikten Waffengesetze zurückzuführen. Durch das Gesetz zur Kontrolle des Besitzes von Feuerwaffen und Schwertern von 1965 wird deren Besitz und Einsatz untersagt.
Drogen in Japan
Jegliche Formen von Drogenerzeugung, -besitz und -konsum sind in Japan untersagt. Es drohen hohe Strafen – besonders für Ausländer, die gegen die Gesetze des Gastlandes verstoßen. Wurden Sie bereits wegen Drogendelikten verurteilt (sowohl in Japan als auch in anderen Ländern), besteht sogar eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sie in Zukunft nicht mehr nach Japan einreisen dürfen. Das harte rechtliche Durchgreifen sorgt zudem dafür, dass die Preise für sämtliche Drogen in Japan sehr hoch sind. Es ist also überhaupt nicht zu empfehlen, in Japan illegale Substanzen zu erwerben, mit sich zu führen oder diese zu konsumieren.










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