12. Oktober 2016 – Tōkyō: 580.000 Kunden ohne Strom

Ab 15.30 Uhr Ortszeit (7.30 Uhr MEZ) kam es in elf Tōkyōter Bezirken zu einem Stromausfall, der insgesamt 580.000 Anschlüsse betraf. Unter anderem waren die Regierungs-, Firmen- und Industrieviertel Chiyoda, Shinjuku und Minato betroffen. Bahnen und Aufzüge kamen zum Stehen.

Die Stromversorgung, für die im Metropolbereich das Energieunternehmen Tokyo Electric Power Company (TEPCO, Tōkyō denryoku 東京電力) verantwortlich ist, konnte innerhalb von zehn Minuten durch den Einsatz von Notaggregaten wiederhergestellt werden.

Als Ursache für den flächendeckenden Stromausfall gab TEPCO einen Brand ungeklärter Ursache an. Dieser sei in einem der Hauptversorgungstunnel einer TEPCO-Anlage in der Stadt Niiza in der nordwestlich über Tōkyō gelegenen Präfektur Saitama (埼玉県新座市) ausgebrochen. Der Brand wurde durch die örtliche Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht. Ab 16.25 Uhr Ortszeit konnte die reguläre Stromversorgung der Metropolregion wieder aufgenommen werden.

Nachtrag am Donnerstag, den 13. Oktober 2016: Wie ein TEPCO-Mitarbeiter der betroffenen Anlage am Donnerstagmorgen der Zeitung Japan Times berichtete, sei die wahrscheinlichste Ursache des Brandes Materialermüdung. Die Kabel in dem Tunnel seien bereits vor 35 Jahren verlegt und seither kaum bis nicht ersetzt worden. Brennendes Gummi oder Plastik, das bei der Verschalung von Kabeln verwendet wird, wäre auch eine plausible Erklärung für die gestern zu beobachtende schwarze Rauchsäule.

Strom TokyoDie Rauchsäule des Brandes in Niiza war etwa eine Stunde lang kilomterweit bis zur Hauptstadt zu sehen. ©Kyodo/via REUTERS
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