Naoshima: Kunst am Meer

Sina Arauner
Sina Arauner

In der Seto-Inlandsee liegt Naoshima in der Präfektur Kagawa. Besonders bekannt ist die Insel für ihre lebendige Kunstszene - wer kennt nicht den Anblick auf Kusama Yayois berühmten Kürbis vor dem Meer? Für Liebhaber visueller Künste ist Naoshima ein Muss!

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Die Kunst von Niki de Saint Phalle ist Dauergast auf Naoshima. (c) Kentaro Ohno / flickr CC BY 2.0

Nur wenige Kilometer entfernt von der Küste Okayamas auf Honshū liegt die Insel Naoshima. Verwaltungstechnisch gehört Naoshima jedoch zur etwas weiter entfernten Präfektur Kagawa auf Shikoku. Dies ist aber wahrscheinlich der uninteressanteste Fakt über die Insel. Denn berühmt ist Naoshima für die vielen Museen und Kunstwerke, die die Insel beheimatet.

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Bei aller Liebe zur Kunst - auch die Natur auf Naoshima ist nicht zu verachten. (c) Ken Yamaguchi / flickr CC BY-SA 2.0

Benesse House: Kunst, Architektur und Natur im Einklang

Von Osten über den Honmura Hafen, von Westen über den Miyanoura Hafen erreichbar, ist vor allem der südliche Teil der Insel ein wahres Paradies für Kunstliebhaber.  Am Südufer Naoshimas erstreckt sich das Benesse House-Areal. Die Idee zu der Kunststätte entsprang 1985 dem damaligen Bürgermeister Naoshimas und dem Gründer von Fukutake Publishing – heute als Benesse Holdings bekannt. Die beiden teilten eine Vision von Naoshima, als Ort der Bildung und Kultur.

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1989 wurde Karel Appels Installation "Frog and Cat" als erstes permanentes Kunstwerk auf Naoshima installiert. (c) Kimon Berlin / flickr

Bereits 1989 begann unter der Unterweisung von Japans Star-Architekt Andō Tadao die Errichtung vom Naoshima International Camp, wo Besucher sich in der Natur Naoshimas und der Seto-Inlandsee erholen konnten. Nur drei Jahre später wurde das Benesse House mit Museum und Hotel eröffnet. Seither hat sich die Institution der Einigung von Kunst und Natur auf Naoshima verschrieben.

Im Benesse House werden regelmäßig verschiedene Ausstellungen moderner Kunst abgehalten. (c) RachelH_ / flickr CC BY 2.0
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Der rote Kürbis Kusama Yayois ist Teil der Landschaft Naoshimas. (c) Kimon Berlin / flickr CC BY-SA 2.0

I♥湯: “Ich liebe heißes Wasser”

Nach und nach haben sich auf Naoshima immer mehr Museen angesammelt, Kunst-Projekte wurden ins Leben gerufen. 2009 wurde das Bade- / Kunsthaus I♥湯 eröffnet. Schon der Name – ein dreifaches Wortspiel aus dem berühmten I♥NY, dem englischen Satz “I love you” (Ich liebe dich) und dem japanischen Schriftzeichen 湯 für heißes Wasser – ist ein Kunstwerk an sich. Das Badehaus, vom japanischen Künstler Ōtake Shinrō kreiiert, ist ein kunstvoller Ort, an dem Naoshimas Bewohner und die internationalen Besucher der Insel sich bei einem erholenden Bad austauschen können.

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Von außen wie innen ist das I♥湯-Badehaus ein einziges Kunstwerk. (c) cotaro70s / flickr CC BY-ND 2.0
I Love YU naoshima
Wenn Schilder zu Kunstwerken werden... (c) Eiji Saito / flickr CC BY-SA 2.0
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So wohlig wie ein Pinguin im Wasser, werden Sie sich auch im Badehaus fühlen. (c) sprklg / flickr CC BY 2.0

So entdecken Sie Naoshima

Die Distanzen sind etwas zu groß, um die Insel per Fuß zu erkunden, doch von beiden Häfen fahren regelmäßig öffentliche Busse. Alternativ können Sie sich an den Häfen Fahrräder ausleihen. Doch Vorsicht: Die hügelige Landschaft kann für Gelegenheitsradler tückisch sein! Diesem entgegenwirkend können Sie bei diversen Verleihen auch E-Bikes ausleihen.

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Gönnen Sie sich einen Spaziergang auf Naoshima. (c) Eiji Saito / flickr CC BY-SA 2.0

Innerhalb der bebauten Gelände lohnt es sich allemal, zu Fuß in den Straßen auf Erkundungstour zu ziehen, denn auch hier entdecken Sie das ein oder andere Kunstwerk an Hausfassaden oder vor der Tür.

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Aufmerksame Beobachter blicken auf die Straßen Naoshimas. (c) cotaro70s / flickr CC BY-ND 2.0
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Wer lugt da um die Ecke? (c) cotaro70s / flickr CC BY-ND 2.0
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Willkommen auf Naoshima! (c) Yusuke Umezawa / flickr CC BY 2.0 Miyanoura port

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