ADVERTISEMENT

Hiroshima: Westjapans kulinarische Schatztruhe Anzeige

Diana Casanova
Diana Casanova

Die regionale Küche der Präfektur Hiroshima überzeugt mit sonnengereiften Früchten, Köstlichkeiten direkt aus dem Meer und vollmundigem Sake. Die folgenden Spezialitäten dürfen Sie auf keinen Fall verpassen!

Momiji Manju
Momiji Manjū sind gefüllte Küchlein in Form japanischer Ahornblätter - eine der vielen leckeren Delikatessen der Präfektur Hiroshima. © iStock / TatayaKudo

Fast jede Region in Japan ist berühmt ein Gericht oder ein Lebensmittel, das dort besonders schmackhaft ist. Diese deliziöse Vielfalt ist es, die eine Japanreise zu jener einzigartigen Erfahrung macht, von der man noch jahrelang seinen Bekannten erzählt und die man unbedingt wiederholen möchte.

Die Präfektur Hiroshima im Westen des Inselstaates bietet selbst für japanische Verhältnisse eine außergewöhnliche Palette an regionalen Spezialitäten. Die Lage am Seto-Binnenmeer sorgt für viele frische Meeresfrüchte – und dem milden, sonnigen Wetter verdanken wir eine reiche Vielfalt an heimischen Zitrusfrüchten. Dazu schmeckt ein hochwertiger Sake aus 100 % regionaler Produktion – etwas, wofür eine ganz besondere Region in Hiroshima im ganzen Land berühmt ist.

Wir tauchen ein in die fabelhafte kulinarische Welt Hiroshimas: Erfahren Sie mehr über die regionalen Schätze, deftigen Speisen und süßen Mitbringsel!

100 % regional: Hiroshimas Reis, Sake und Meeresfrüchte

 

1. Reis

Während in der gesamten Präfektur üppige Reisfelder zu finden sind, sticht eines besonders heraus: Die Ini-Reisterrassen gehören zur Kleinstadt Akiōta, ca. eine Autostunde nordwestlich von der Stadt Hiroshima entfernt. 2017 wurden sie international bekannt, als CNN Travel sie in die Liste der 36 schönsten Orte Japans aufnahm. Der Reis, der auf den über 300 Feldern angebaut wird, bezieht sein Wasser direkt aus den umliegenden Gebirgen – fast nirgends in Japan ist es so rein wie hier. Das macht den „Ini Tanada-mai“ genannten Reis zu einer gefragten Delikatesse.

Ini-Reisterrassen
Die Ini-Reisterrassen gehören zu den schönsten Landschaften Japans. © Hiroshima Tourism Association

2. Sake

Wo guter Reis angebaut wird, ist auch guter Reiswein nicht weit: Die Präfektur Hiroshima zählt zu den größten Sake-Produzenten Japans. Der meiste Sake wird im kleinen Viertel Saijō, östlich von Hiroshima, produziert. Als eines der „drei großen Sake-Zentren“ des Landes gibt es dort acht aktive Brauereien, die zum Teil seit über 150 Jahren erstklassigen Reiswein herstellen. Viele davon sind für die Öffentlichkeit zugänglich und lassen sich (ggf. nach vorheriger Anmeldung) besichtigen.

Einige von Hiroshimas erstklassigen Reiswein-Sorten
Einige von Hiroshimas erstklassigen Reiswein-Sorten (von links nach rechts): Suishin Daiginjō, Zuikan Kamekakushi, Kamoizumi Kujo, Maboroshi Junmai Daiginjō, Ugonotsuki Gekkō. © D. Casanova

3. Austern

Diese Gourmet-Speise dürfen Sie auf keinen Fall verpassen! Die reichhaltigen Austern von Hiroshima gelten als die besten des Landes und werden dort auf verschiedene Weisen zubereitet. Sei es gegrillt, frittiert, gedämpft, in einer Suppe gekocht oder pur mit einem Spritzer Zitrone: Hiroshimas kaki schmecken zu jeder Jahreszeit (auch wenn die beste Saison für sie im Winter ist). Besonders auf der heiligen Insel Miyajima gelten sie als echte Delikatesse. Daher verwundert es kaum, dass Sie an dem beliebten Touristenort zahlreiche Stände und Restaurants finden werden, die frische Austern anbieten, einzeln oder sogar im All-You-Can-Eat-Menü.

Austern aus Hiroshima. © Hiroshima Tourism Associatio
Austern aus Hiroshima. © Hiroshima Tourism Associatio

4. Meeraal

Ein weiteres Gericht, das ebenfalls auf Miyajima angeboten wird, ist Meeraal, auf Japanisch anago. Dieser bis zu 3 m lange Aal ist in vielen Gewässern zu Hause, und er fühlt sich vor der Küste der Insel besonders wohl. Schon seit der Edo-Zeit (1603-1868) gilt er als eine echte Miyajima-Spezialität. Reisende werden heutzutage vor allem auf das Gericht anago-meshi, gegrillter Meeraal auf Reis in einer speziellen Soße, stoßen. Es begann seinen Siegeszug als leckere Lunchbox bereits 1897, als der Fährhafen (heute die Station JR Miyajimaguchi) eröffnet wurde.

Anago meshi
Eine von Miyajimas zahlreichen Spezialitäten: Anago meshi. © Photo by Pixta

5. Zitrusfrüchte

Das warme Klima des Seto-Binnenmeers ist perfekt für den Anbau von Zitrusfrüchten. Besonders das kleine Städtchen Setoda auf der Insel Ikuchijima gilt als die Heimat japanischer Zitronen. Die Spuren dieser einzigartigen Zitronenkultur können Reisende an jeder Ecke entdecken, sei es durch die zahlreichen Mitbringsel, Spezialitäten, die knallgelben Briefkästen oder die Zitronenbäume, die in scheinbar jedem Garten gedeihen. „Setoda-Zitronen“ stehen für regionalen Anbau und hohe Qualität. Neben Zitronen werden zahlreiche weitere Sorten angebaut, die sich hervorragend als Dessert oder saftiger Snack eignen.

Hiroshima Zitrusfrüchte
Besonders auf den Inseln des Seto-Binnenmeeres können Gäste zahlreiche heimische Zitrusfrüchte probieren. © Hiroshima Tourism Association

Guten Appetit: Herzhafte Gerichte

 

1. Okonomiyaki

Okonomiyaki, auch als „herzhafter Pfannkuchen“ bezeichnet, ist eines der beliebtesten Streetfoods Japans. Besonders die Großstadt Ōsaka ist dafür bekannt – doch Hiroshima hat seine eigene Interpretation dieser deftigen Speise! Tatsächlich rivalisieren beide Städte darum, wer die wahre Erfinderin des Okonomiyaki ist, und vor allem, wessen Version besser schmeckt. Hiroshima-Okonomiyaki wird in Schichten zubereitet: Nach dem Backen einer dünne Schicht Teig auf einem Teppanyaki-Grill zusammen mit fein geschnittenem Kohl, werden gebratene Nudeln (z. B. Ramen oder Udon) darauf platziert. Zum Schluss folgen Toppings sowie eine großzügige Portion einer speziellen Okonomiyaki-Soße, Frühlingszwiebeln und Aonori-Algen.

Es heißt, wer in Hiroshima ist, MUSS Okonomiyaki probieren! Über 800 Restaurants servieren die lokale Spezialität, meistens für umgerechnet weniger als 10 €. Im Viertel Shintenchi soll sie Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden sein und auch dort finden Sie zahlreiche kleine und große Okonomiyaki-Kneipen.

Deftiges Okonomiyaki im Hiroshima-Stil
Deftiges Okonomiyaki im Hiroshima-Stil. © Hiroshima Tourism Association

2. Tsukemen

Tsukemen ist ein typisch japanisches Rāmen-Nudelgericht, bei dem kalte Nudeln in eine separat servierte Brühe gedippt werden. „Hiroshima Tsukemen“ zeichnen sich durch eine scharfe Brühe mit viel Sesamsaat und Chiliöl aus. Gleichzeitig schmeckt man eine leichte fischige Note heraus, die durch die Beigabe kleiner Fische des Seto-Binnenmeers entsteht. Weitere Toppings bestehen aus Chāshū-Schweinefleisch, Frühlingszwiebeln und gekochten Eiern.

Hiroshima Tsukemen
Achtung scharf: Hiroshima Tsukemen. © Photo by Pixta

3. Bishu Nabe

Eintopfgerichte (auf Japanisch nabemono) sind eine klassische Winterspeise. Je nach Region landen unterschiedliche Zutaten im Topf – und in Saijō, Hiroshimas Sake-Hauptstadt, ist das natürlich Reiswein! Bishu Nabe (übersetzt „schöner Sake-Eintopf“) ist ein simples, aber reichhaltiges Gericht, bestehend aus Hühner- oder Schweinefleisch, das mit viel regionalem Gemüse in einer Brühe aus Sake, Salz und Pfeffer gegart wird. Es heißt, die Sake-Braumeister von Saijō haben dieses Gericht erfunden – einfach, weil sie hungrig waren. Sie müssen keine Angst haben, beim Essen betrunken zu werden: Der Alkohol verfliegt während des Kochens vollständig.

Saijōs Eintopfgericht Bishu Nabe
Saijōs Eintopfgericht Bishu Nabe wird mit viel Sake, Gemüse und Fleisch gekocht. © D. Casanova

4. Navy Curry

Viele Sehenswürdigkeiten der Stadt Kure südöstlich von Hiroshima-Stadt haben mit deren nautischer Vergangenheit (so wurde dort etwa das größte Kriegsschiff der Welt, die Yamato, erbaut) oder den ansässigen Japanischen Maritimen Selbstverteidigungskräften (JMSDF) zu tun. So auch Kures bekannteste kulinarische Spezialität: Navy Curry. Jeden Freitagmittag wird in den Schiffskantinen der Selbstverteidigungskräfte japanisches Curry serviert, doch in jeder stets ein wenig anders. Ganze 22 Versionen gibt es! Bei einem Besuch in Kure ist der Genuss eines solchen Navy Curry ein Muss.

Kures Navy Curry
Kures Navy Curry. © Photo by Pixta

5. Onomichi Rāmen

Rāmen-Freunde werden in der Hafenstadt Onomichi im Osten der Präfektur frohlocken. Eines der bekanntesten Spezialitäten ist „Onomichi Rāmen“: Diese aromatische Nudelsuppe besteht aus einer kräftigen, auf Sojasoße basierenden Hühnerbrühe, in die kleine Fische aus dem Seto-Binnenmeer sowie Schweinefett eingekocht werden. Abgerundet wird das lokale Soulfood von flachen Rāmen-Nudeln, Chāshū-Schweinebauch und Frühlingszwiebeln. Wer in der Region unterwegs ist, sollte sich diese einzigartige Erfahrung keinesfalls entgehen lassen.

Onomichi Ramen
Deftig lecker: Freund der japanischen Nudelsuppe sollten sich Onomichi Rāmen nicht entgehen lassen. © Photo by Pixta

Süßes für danach und zwischendurch

 

1. Momiji Manjū

Momiji Manjū sind DAS Hiroshima-Mitbringsel schlechthin. Die kleinen Küchlein in Form eines Ahornblattes (auf Japanisch momiji) sind eine weitere Spezialität der Insel Miyajima, doch man bekommt sie in so ziemlich jedem Supermarkt oder Souvenirshop in Hiroshima. Während die typische Füllung aus süßer Bohnenpaste (anko) besteht, werden auch Puddingcreme, Matcha, Schokolade, Setoda-Zitrone und sogar Käse angeboten. Seit einiger Zeit kann man die traditionellen Süßigkeiten auch frisch frittiert bekommen – unser Geheimtipp!

Momiji Manjū
Die fluffigen Momiji Manjū gehören zu den beliebtesten Mitbringseln Hiroshimas. © Photo by Pixta

2. Hassaku Daifuku

Im Seto-Binnenmeer gibt es unzählige Inseln – eine der größeren ist Innoshima. Dort wurde im späten 19. Jahrhundert die orange-gelbe Hassaku entdeckt, eine Apfelsinenart, welche ausschließlich in Japan angebaut wird. Ihr bittersüßer Geschmack schmeckt wie eine Mischung aus Orange, Mandarine und Zitrone und eignet sich wunderbar für Desserts. Natürlich ist sie auch pur hervorragend spritzig – besser aber noch, wenn man sie mit süßem Shiroan (weiße Bohnenpaste) und Mochi-Reiskuchen umwickelt. Die traditionelle japanische Süßigkeit Daifuku erhält durch die frischen Hassaku im Inneren eine einzigartige Zitrusnote!

Hassaku Daifuku
Hassaku Daifuku. © Hiroshima Tourism Association

3. Shimagokoro Lemon Cake

Diese Leckerei aus Setoda ist das perfekte Mitbringsel. Die kleinen Küchlein sind gefüllt mit Marmelade und kandierten Schalen, beides gewonnen aus lokal angebauten Zitronen. Die Patissière Okumoto, Erfinderin des Shimagokoro Lemon Cake, stellt viele weitere Produkte und Süßwaren mit Zitrusfrüchten aus Setoda her. 2008 wurde das Geschäft eröffnet, mit dem Ziel, den besonderen Geschmack der Setoda-Zitronen sowie das Städtchen selbst bekannter zu machen. Pro Tag werden dort über 8.000 Lemon Cakes produziert!

Shimagocoro Lemon Cake aus Setoda.
Shimagocoro Lemon Cake aus Setoda. © Photo by Pixta

Kommentare

ADVERTISEMENT

Diese Woche meistgelesen

Top Stories

Autoren gesucht

Lesen Sie hier, wie Sie Teil unseres Teams werden!