© Cabinet Public Relations Office

NEWS I Staatsbesuch von Bundespräsident Gauck in Japan

Am 14. November 2016 ist Bundespräsident Gauck in Japan eingetroffen. Bereits am selben Tag fand ein Austausch mit Premierminister Abe statt. Neben Tōkyō stehen Besuche in Kyōto und Nagasaki an. Gauck wird bis zum 18. November in Japan sein.

In einem schriftlichen Interview mit der Yomiuri Shimbun 読売新聞, veröffentlicht am 14. November 2016, berichtet Bundespräsident Gauck ausführlich, was er sich von dem Staatsbesuch in Japan erhofft. Die wichtigsten Punkte finden Sie hier zusammengefasst:

1. Da dies der erste Aufenthalt des Bundespräsidenten in Japan sei, freue Gauck sich, Tōkyō, Kyōto und Nagasaki zu besuchen. Diese drei Städte repräsentierten die lange Geschichte, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik Japans.

2. Das Ziel der Reise sähe Gauck in der Stärkung der ohnehin schon engen Bande zwischen Japan und Deutschland. In beiden Ländern sei der Wert der Freiheit auf Basis der Demokratie sehr wichtig. Im Angesicht von ähnlichen gesellschaftlichen Entwicklungen, wie der alternden Gesellschaft, der fortschreitenden Globalisierung und Digitalisierung suche er einen Ideen-Austausch zwischen Japan und Deutschland.

3. In Bezug auf die angestrebte Verfassungsänderung der Regierung Abes, sowie der wachsenden Rolle der Selbstverteidigungskräfte bei UN-Friedensmissionen, plane Gauck bei dem Treffen mit Abe über neue Perspektiven der Sicherheitspolitik in Japan und Europa zu sprechen. Japan und Deutschland genössen internationales Vertrauen in ihren jeweiligen Rollen als friedenswahrende Nationen. Dennoch sei in Zeiten politischen Wandels und internationaler Konflikte eine neue Beschäftigung mit Sicherheitsmaßnahmen notwendig.

Ein Screenshot des Interviews der Yomiuri Shimbun (15.11.2016)

Bei dem Treffen mit dem japanischen Premierminister verständigten sich Gauck und Abe über eine enge Zusammenarbeit, um internationales Recht aufrecht zu erhalten. Laut der Japan Times seien beide beunruhigt über die Aktivitäten der Volksrepublik China im Chinesischen Meer und würden kein gewaltsames Aufbrechen des Status Quo dulden.

Im Rahmen eines Banketts nach den politischen Unterredungen hieß Premierminister Abe Gauck und dessen Lebensgefährtin Daniela Schadt herzlich in Japan willkommen. In seiner Ansprache ging Abe auch auf die starken kulturellen Beziehungen zwischen Japan und Deutschland im Sport und in der Musik ein.

Am 15. November wurde Gauck vom japanischen Kaiserpaar empfangen. Am 16. November wird der Bundespräsident eine Rede and der Waseda Universität in Tōkyō halten und anschließend nach Kyōto und Nagasaki weiterreisen.

ADVERTISEMENT

Diese Woche meist gelesen

Neueste Artikel