Coronavirus in Japan: Aktuelle Informationen

Die aktuelle COVID-19-Pandemie, verursacht durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2, sorgt auch in Japan für allerlei Einschränkungen. Auf dieser Seite halten wir Sie auf dem Laufenden.

Hinweis für Japanreisende: Detaillierte Informationen in Zusammenhang mit COVID-19 erhalten Sie u.a. auf der entsprechenden Website des Auswärtigen Amtes und der deutschen Auslandsvertretungen in Japan.


Neue Details für Ausländer mit japanischem Visum | 30.07.2020

Ab der ersten Augustwoche, voraussichtlich dem 5. August, dürfen ausländische Bürger mit gültiger Aufenthaltserlaubnis unter Auflagen wieder nach Japan einreisen, dies hat die japanische Regierung nun nach monatelanger Unsicherheit für die Betroffenen angekündigt.

Menschen, die vor Inkrafttreten des Einreiseverbotes für ihr entsprechendes Heimatland Japan verlassen haben und deswegen nicht mehr einreisen durften, können sich nun für die Wiedereinreise anmelden, sofern sie in Besitz eines gültigen Visums sind. Gleichzeitig wurden die Bedingungen zur Einreise klar definiert: Die Reisenden müssen einen negativen PCR-Test auf das neuartige Coronavirus vorweisen, welcher spätestens 72 Stunden vor geplantem Abflug durchgeführt wurde, ebenso benötigen sie offizielle Dokumente einer japanischen Botschaft oder eines Konsulates, die die Wiedereinreise bestätigen. Darüber hinaus werden eine 14-tägige Quarantäne sowie andere Maßnahmen nach Ankunft in Japan angeordnet.

Dies betrifft vor allem Studenten und Arbeitnehmer, aber dieselben Bedingungen sollen ab dem 1. September auch für Menschen mit unbefristeter Aufenthaltsgenehmigung (z.B. Kinder oder Ehepartner japanischer Staatsbürger) gelten, die bisher unter bestimmten Umständen Japan wieder betreten dürfen. Für Menschen, die Japan nach Inkrafttretens der Einreisesperre verlassen haben wie auch für Touristen und Geschäftsreisende, gilt weiterhin ein striktes Einreiseverbot.

Genauere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der japanischen Botschaft in Deutschland.

Japan lockert Einreiseverbot für Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis | 23.07.2020

Nachdem Japan Ende März für nun derzeit 146 Länder ein striktes Einreiseverbot eingeführt hat, um der Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen, betraf dies nicht nur Touristen und Geschäftsleute, sondern auch ausländische Bürger mit gültiger Aufenthaltserlaubsnis für Japan, z.B. Studenten, Arbeitnehmer und sogar Menschen mit unbeschränkter Aufenthaltserlaubnis wie Eheleute japanischer Staatsbürger. Seit Monaten sind zehntausende Menschen im Ausland gestrandet, weil Ihnen die Einreise nach Japan trotz gültigem Visum verwehrt wird. Nur wenn man vor Inkrafttreten der Einreisesperre Japan aus einem “nachweislich triftigen” Grund (z.B. aufgrund eines familiären Todesfalles) verlassen hatte, dem wurde die Wiedereinreise im Einzelfall gestattet. 

Nun will die japanische Regierung das Einreiseverbot für diese Betroffenen schrittweise lockern. Damit würden laut The Japan Times ca. 200.000 Menschen wieder ins Land kommen dürfen, u.a. mit Nachweis eines negativen Testergebnisses als Voraussetzung. Es ist noch nicht offiziell bekannt, ab wann genau die Einreise wieder möglich ist, als voraussichtlicher Zeitpunkt wird August genannt. Ausländer, die nach Inkrafttreten des Einreiseverbotes Japan verlassen haben, sind von dieser Regelung vorerst ausgeschlossen, genauso wie Touristen.

Paketversand nach Japan wieder normal möglich | 16.07.2020

Seit Beginn der Corona-Krise war der internationale Warenversand von Deutschland nach Japan und umgekehrt aufgrund erhöhter Sicherheitsbestimmungen bei Post- und Zollstellen in beiden Ländern nur eingeschränkt möglich. Nun akzeptiert DHL wieder sämtliche Paket- und Briefsendungen nach Japan (zuvor waren nur Briefe und max. Päckchen erlaubt).
Allerdings ist weiterhin zu Verzögerungen bei Versand und Lieferung der Pakete aus/nach Deutschland und Japan zu rechnen, für Geschäftskunden wird außerdem ein Krisenzuschlag von 1,45 € pro angefangenem Kilo bei internationalem Paketversand fällig.

Weitere Infos auf der offiziellen Webseite der DHL.

Infektionsfälle in Tōkyō auf neuem Höchststand | 10.07.2020

An diesem Freitag erreichte die Zahl der Neuinfektionen in der japanischen Hauptstadt einen neuen Rekordstand. 243 neue Fälle wurden in Tōkyō registriert, so viele wie noch nie an einem einzigen Tag zuvor. Am Donnerstag wurden 224 Fälle gemeldet. Bereits seit mehreren Tagen steigert sich die Zahl der registrierten Fällen, an zwei Tagen hintereinander kamen sogar jeweils über 200 Fälle hinzu. Damit übertreffen sie auch die bisher höchsten Infektionszahlen in der Hauptstadt, wie sie zuletzt im April gemessen wurden.

Die Regierung ließ verlauten, dass sie trotz der steigenden Infektionszahlen keine strikteren Maßnahmen oder den erneuten Ausruf eines Notstandes, wie er bereits im Mai vorhanden war, ergreifen möchte. Viele der Fälle ließen sich zudem auf das Tōkyōter Nachtleben, speziell Bars und Club in den Stadtteilen Ikebukuro und Shinjuku, zurückführen, sowie auf die Tatsache, dass im gleichen Zeitraum auch verstärkt auf das Virus getestet wurde.

EU hebt Einreisesperre für japanische Bürger auf | 01.07.2020

Ab dem 01.07. gelten für 14 Drittstaaten die bisher strengen Einreiseverbote nicht mehr, darunter Japan, Australien, Neuseeland, Südkore und Serbien. Länder mit derzeit hohen Infektionszahlen wie die USA und Brasilien bleiben derzeit noch außen vor. Den einzelnen EU-Staaten ist es jedoch weiterhin erlaubt, individuelle Maßnahmen wie z.B. eine Quarantänepflicht anzuordnen. Alle zwei Wochen soll die Liste der erlaubten Länder akutalisiert werden.

Mit diesem Schritt möchte die Union u.a. den derzeit hart angeschlagenen Tourismus wieder vorantreiben. Japan begrüßte die Entscheidung, allerdings steht noch aus, ob Japan gleichermaßen seine Einreisesperre für EU-Länder bzw. für Deutschland aufhebt.

EU erwägt Aufhebung des Einreiseverbotes für Japan | 29.06.2020

In der Europäischen Union gilt derzeit bis zum 30. Juni ein Einreiseverbot für eine Reihe an Drittstaaten, darunter auch Japan. Nun diskutiert sie darüber, ab dem 1. Juli die Grenzen für bestimmte Staaten (u.a. Japan, Südkorea, Australien und Kanada) wieder zu öffnen, in denen das Infektionsgeschehen als kontrolliert und niedrig gilt. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Zahl der Neuinfektionen gemessen auf 100.000 Einwohner unter einem bestimmten Wert bleibt und dass die Aufhebung des Einreiseverbotes auf Gegenseitigkeit beruht.

Eine Entscheidung seitens der EU könnte noch im Laufe dieser Woche fallen, es bleibt jedoch fraglich, ob Japan die Einreisesperre für deutsche Reisende – besonders angesichts des sprunghaften Anstiegs der Neuinfektionen in den letzten Tagen und Wochen in einigen deutschen Städten – im Gegenzug ebenfalls aufhebt.

Einreise nach Vietnam teilweise wieder möglich | 24.06.2020

Wie bereits zuvor bekannt geworden, haben sich die Länder Japan und Vietnam nun auf partielle Lockerungen der Einreisebestimmungen geeinigt. Am morgigen Donnerstag bis zum Samstag sollen in Charterflügen ca. 440 Geschäftsreisende aus Japan nach Vietnam einreisen dürfen, unter Einhaltung strenger Regeln wie der Nachweis eines negativen Testergebnisses auf das Virus sowie der Offenlegung der genauen Reiseroute. Außenminister Motegi Toshimitsu gibt sich zuversichtlich, dass dies der erste Schritt zu langsamen Öffnung der Reisefreiheit zwischen den Ländern sei. 

Es ist die erste Lockerung der vergleichsweisen strengen Einreisebeschränkungen Japans, die derzeit die Einreise nach Japan für über 100 Länder der Welt verbieten. Ähnliche Lockerungen sind für die Länder Australien, Neuseeland und Thailand im Gespräch.

Lockerungen der Einreisebeschränkungen in Sicht | 12.06.2020

Japan plant, für ausgewählte Länder das Einreiseverbot unter bestimmten Bedingungen aufzuheben. Laut Regierungskreisen sollen bis zu 250 Geschäftsreisende aus den Ländern Vietnam, Thailand, Australien und Neuseeland pro Tag einreisen dürfen. Reisende müssen ein negatives Testergebnis auf das Coronavirus bei Abreise und Ankunft in Japan vorweisen können, genauso müssen genaue Angaben zum Aufenthalt und Reiseverlauf gemacht werden. Die Regelungen sollen im Sommer in Kraft treten, Studenten und Touristen dieser Länder könnten im Anschluss folgen. Weitere Maßnahmen und Details werden noch diskutiert und auch anderen für die japanische Wirtschaft und Tourismus wichtige Länder wie China und Südkorea könnte die Einreise erlaubt werden, sollte es das lokale Infektionsgeschehen zulassen.

Derzeit gilt in Japan ein komplettes Einreiseverbot für 111 Länder, einschließlich Deutschland.


Japan erwägt Lockerungen der Einreiseverbote für bestimmte Länder | 02.06.2020

In Japan gilt derzeit ein Einreiseverbot für 111 Länder, nachdem die Liste der Nationen in den letzten Wochen stetig erweitert wurde. Darunter fallen u.a. fast alle europäischen Länder, China, Korea und die USA. Die Einreiseverbote gelten vorerst bis Ende Juni.
Nun erwägt die japanische Regierung erste Lockerungen für ausgewählte Länder, in denen das Infektionsgeschehen vergleichsweise niedrig ist. Dies betrifft derzeit Thailand, Australien, Neuseeland und Vietnam, allerdings zunächst nur für geschäftliche Reisen. Diese Länder besitzen starke wirtschaftliche Verbindungen zu Japan, u.a. in Form eine transpazifischen Handelspaktes. Unter welchen Bedingungen und ab wann genau die Einreise wieder erlaubt wird, und vor allem wie das Reisen innerhalb Japans dann genau aussehen soll, wird derzeit verhandelt – so stehen ein obligatorischer Nachweis eines negativen Testergebnisses auf das neuartige Coronavirus bzw. Tests auf das Virus bei Ab- und Einreise im Raum.
Es bleibt weiterhin unklar, wann genau das Einreiseverbot für Deutschland aufgehoben wird und wann touristische Reisen nach Japan wieder möglich sind.

Notstand in Japan beendet | 25.05.2020

Premierminister Abe Shinzō erklärte, dass die Notstandsregelungen, die zuletzt nur noch in den Präfekturen Tōkyō, Kanagawa, Chiba, Saitama und Hokkaidō gegolten haben, beendet seien. Begründet wird dieser Schritt mit den sinkenden Infektionszahlen, doch sie können jederzeit reaktiviert werden, sollte sich das Infektionsgeschehen weiter verschärfen. Auch wenn Japan im weltweiten Vergleich relativ glimpflich davon gekommen ist, so ließ das Coronavirus den Inselstaat in eine Rezession schlittern, der der Staat mit diversen Rettungspaketen entgegen zu treten versucht. Nun soll das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben schrittweise zur Normalität zurückkehren. Ob und wann Reisen nach Japan wieder möglich sind, ist allerdings noch nicht bekannt. Derzeit herrscht für Menschen aus knapp 100 Ländern, darunter die meisten europäischen Länder wie Deutschland sowie die USA, ein striktes Einreiseverbot.

Notstand in weiteren Präfekturen aufgehoben | 22.05.2020

Nachdem bereits letzte Woche in 39 Präfekturen der landesweite Notstand aufgehoben worden war, folgen nun die Präfekturen Ōsaka, Hyōgo und Kyōto im Westen Japans. Begründet wird dies mit den sinkenden Infektionszahlen in diesen Regionen sowie einer weitesgehend sichergestellten medizinischen Versorgung, was Intensivbetten in Krankenhäusern angeht. Damit bleiben Hokkaidō und die Kantō-Region mit Tōkyō, Chiba, Kanagawa und Saitama weiterhin von den Notstandsregelungen betroffen, die am 31. Mai 2020 regulär enden sollen.
Tōkyō allerdings bestätigte nur 3 neue Infektionen an diesem Freitag, die niedrigste Zahl seit Mitte März, und damit gerade einmal 53 neue Fälle in dieser Woche. Ein vorzeitiges Ende des Notstandes in der japanischen Hauptstadt wird dementsprechend diskutiert. Laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo gab es in ganz Japan am Donnerstag (21.05.20) nur 41 Neuinfektionen, insgesamt etwas mehr als 17.100 Infizierte und knapp 800 Tote.

Bergsteigersaison des Fuji fällt aus | 19.05.2020

Nachdem die Präfektur Yamanashi bereits letzte Woche eine der vier Routen zum Besteigen des Berg Fuji geschlossen hatte, die Yoshida-Route inkl. der dortigen Berghütten, zieht die Präfektur Shizuoka (wo der Fuji liegt) nun nach und schließt für die gesante Saison, die vom 10. Juli bis zum 10. September andauert, die restlichen drei (Subashiri, Gotemba und Fujinomiya). Damit ist eine Besteigung des Fuji in der 2020-Sommersaison nicht mehr möglich. Die Entscheidung ist eine Maßnahme, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, denn zu Stoßzeiten wandern und übernachten Wanderer zu Hunderten dicht an dicht gedrängt. Insbesondere nahe des Gipfel gleichen die Zugänge oft einem Flaschenhals, wo sich hunderte Menschen stauen und warten. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Ausbleiben der Wanderer auf die lokale Tourismusbranche auswirkt.

Japan hebt Notstand in 39 Präfekturen auf | 14.05.2020

Die japanische Regierung hat beschlossen, aufgrund sinkender Infektionszahlen den Notstand für 39 der 47 Präfekturen aufzuheben. Dies schließt auch die Präfekturen Aichi, Ishikawa, Gifu, Fukuoka und Ibaraki mit ein, die zuvor noch als Hotspots der Corona-Pandemie galten. Trotzdem werden die Bewohner angehalten, soziale Distanz zu wahren und auf unnötige Reisen zwischen den Präfekturen zu verzichten. Somit gelten die Notstandsregelungen weiterhin für Tōkyō, Hokkaidō, Chiba, Kanagawa, Saitama, Hyōgo, Kyōto und Ōsaka. Derzeit haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 16.000 Menschen in Japan mit dem Virus infiziert, ca. 700 sind gestorben (Stand 14.05.20).

Besteigung des Berg Fuji in Gefahr | 13.05.2020

In diesem Sommer wird es vermutlich nicht möglich sein, den heiligen Berg Fuji zu besteigen. Der Gouverneur der Präfektur Yamanashi gab bekannt, den Yoshida-Wanderweg für die Öffentlichkeit zu schließen. Der Schritt folgt nach der bereits veranlassten Schließung sämtlicher Berghütten und Erste-Hilfe-Stationen dieser Route, was ebenfalls schon auf der Fujinomiya-Route geschehen ist. Es verbleiben derzeit noch die Subashiri- und die Gotemba-Route, von denen allerdings erwartet wird, dass sie mit den gleichen Maßnahmen nachziehen werden.
Jährlich wagen bis zu 300.000 Menschen in der Bergsteigersaison, die typischerweise von Anfang Juli bis Anfang September dauert, den anstrengenden Aufstieg auf den Fuji. Weitere Informationen erhalten Sie hier (Englisch).

Japan verschiebt oder streicht zahlreiche Events und Festivals | 07.05.2020

Weltweit wurden Feste, Veranstaltungen, Messen, Konzerte und Wettkämpfe abgesagt oder verschoben, um der Verbreitung des Coronavirus Einhalt zu gebieten. Auch zahlreiche Veranstalter in Japan sahen sich dazu gezwungen, die national so beliebten Kirschblütenfeste und die Verschiebung der Olympischen und Paralympischen Spiele auf 2021 sind dabei die prominentesten Beispiele. Folgende große und populäre Festivals sind ebenfalls betroffen (Änderungen vorbehalten):

– Makuhari Beach Fireworks Festival (in Chiba am 2. Mai) – abgesagt
– Hakata Dontaku (in Fukuoka am 3./4. Mai) – abgesagt
– Aoi Matsuri (in Kyōto am 15. Mai) – abgesagt
– Sanja Matsuri (in Tōkyō Mitte/Ende Mai) – verschoben auf den 16. – 18. Oktober
– Sumō Grand Tournaments (Summer Basho) (in Tōkyō Ende Mai) – abgesagt
– Kawaguchiko Herb Festival (in Kawaguchiko im Juni/Juli) – abgesagt
– Shōnan Hiratsuka Tanabata Festival (in Hiratsuka vom 3. – 5. Juli) – abgesagt
– Sumida River Fireworks Festival (in Tōkyō am 11. Juli) – abgesagt
– Gion Matsuri (in Kyōto Mitte Juli) – Hauptevents abgesagt
Tenjin Matsuri (in Ōsaka am 24./25. Juli) – abgesagt
– Nagaoka Fireworks Festival (in Niigata am 2./3. August) – abgesagt
– Aomori Nebuta Festival (in Aomori vom 2. – 7. August) – abgesagt
– Sendai Tanabata Festival (in Sendai vom 6. – 8. August) – abgesagt
– Fukagawa Matsuri (in Tōkyō am 15. August) – verschoben auf 2021
– Asakusa Samba Karneval (in Tōkyō am 26. September) – abgesagt

Japan verlängert den nationalen Notstand bis zum 31. Mai | 04.05.2020

Angesichts der aktuellen Situation hat die japanische Regierung heute beschlossen, den nationalen Notstand bis zum 31. Mai zu verlängern. Trotz des Rückgangs der Neuinfektionen könne eine Überlastung des Gesundheitssystems zum jetzigen Zeitpunkt laut der zuständigen Politiker noch nicht ausgeschlossen werden. 

Japans Maßnahmen während der Corona-Pandemie | 28.04.2020

Japan führte in den letzten Tagen und Wochen verschiedene Maßnahmen ein, um die weitreichenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie einzudämmen bzw. aufzufangen. Der Ausruf des nationalen Notstandes war nur eine derer, wobei es vor allem im Einzelhandel nach wie vor nicht so viele Schließungen wie erhofft gibt. Auch wenn die Gouverneure der Präfekturen Geschäfte anweisen können zu schließen, gibt es keine strafrechtliche Verfolgung bei Nichteinhaltung. Allerdings gehen einige Präfekturen dazu über, diese Geschäfte, die sich nicht an die Anweisungen halten, öffentlich und namentlich zu benennen.

Darüber hinaus herrscht wie in vielen anderen Ländern der Welt auch ein Mangel an Mund-Nasen-Schutzmasken für das medizinische Personal wie auch für die Bevölkerung. Premierministier Abe veranlasste daraufhin, zwei wiederverwendbare Masken an jeden Haushalt zu schicken, was den Staat Milliarden kostete, doch viel Kritik erntete. Nicht nur wäre die Begrenzung auf zwei Masken lächerlich, wenn im Haushalt mehr Menschen leben, auch die Qualität und Sauberkeit der “Abenomask” (“Abe’s Masken”, wie sie spöttisch bezeichnet wurden) wurde hinterfragt.

Um den Menschen zu helfen, die wegen der Corona-Krise in finanzielle Notlage geraten sind und um die gebeutelte Wirtschaft anzukurbeln, will die Regierung jeder Person, die in Japan gemeldet ist (das schließt Obdachlose und Ausländer ebenfalls mit ein), 100.000 Yen (ca. 860 €) auszahlen. Das betrifft laut aktuellen Daten ca. 127 Millionen Menschen und bedeutet Ausgaben von über 13 Billionen Yen.

Japan weitet den Notstand auf das ganze Land aus | 16.04.2020

Nachdem vergangene Woche der Notstand für 7 der 47 Präfekturen erklärt wurde, zieht Japan nun nach und wird in Kürze den Notstand für die gesamte Nation ausrufen, um der drohenden Gefahr der COVID-19-Pandemie Herr zu werden. Zuvor gab es dringende Bitten anderer Präfekturen wie Kyōto und Aichi, dass der Notstand auch für sie gelte. Hokkaidō, das bereits Ende Februar eigenständig den Notstand ausrief, nachdem sich auf der nördlichsten Hauptinsel die Infektionen häuften, sah sich gezwungen, nach der scheinbaren Abflachung der Kurve, ein weiteres Mal diesen drastischen Schritt zu gehen.

Premierminister Abe Shinzō erklärt den Notstand | 07.04.2020

Nach wochenlangem Druck von innen und außen beschließt der japanische Premie Abe Shinzō, den Notstand für die Präfekturen Tōkyō, Saitama, Kanagawa, Chiba, Ōsaka, Hyōgo und Fukuoka zu erklären. Damit sind vor allem die wirtschaftlich stärksten und bevölkerungsreichsten Regionen Kantō und Kansai betroffen. Der Notstand gilt vorraussichtlich vom 08. April bis 6. Mai.

Eine Ausgangssperre gilt bisher noch nicht – der Notstand erlaubt den jeweiligen Gouverneuren mehr Freiheiten und Möglichkeiten zur Eindämmung der Pandemiewelle, außerdem können Unternehmen, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen aufgefordert werden, vollständig zu schließen sowie Einwohner, zu Hause zu bleiben. Trotzdem wird es nach derzeitiger Gesetzeslage keine strafrechtlichen Konsequenzen bei Nicht-Einhaltung der Auflagen geben.

Stopp von Warensendungen von/nach Japan | 03.04.2020

Die Deutsche Post informiert, dass Versande mit Wareninhalten (d.h. DHL Paket International) aufgrund von Problemen bei Transport, Verzollung und/oder Zustellung im Zielgebiet Japan bis auf Weiteres nicht mehr angenommen werden. Briefsendungen sind davon nicht betroffen. Außerdem sind Waren- sowie Päckchensendungen wieder möglich. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Deutschen Post.

Umgekehrt ist es auch evtl. schwierig, internationale Warensendungen aus Japan nach Deutschland zu versenden (z.B. per EMS oder Air Mail).

Einreisestopp u.a. für Reisende aus Deutschland ab dem 27. März | 26.03.2020

Ab dem 27.03.2020 gilt zunächst ein vollständiges Einreiseverbot für Nicht-Japaner aus 21 Nationen, darunter auch Deutschland. Eine weitere Ausbreitung des Coronavirus soll mit dieser Maßnahme eingedämmt werden. Ab wann eine Einreise nach Japan wieder möglich ist, steht noch nicht fest. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link.

Koike fordert Tōkyōter Bürger auf, zu Hause zu bleiben | 25.03.2020

Koike Yuriko, Gouverneurin der Präfektur Tōkyō, hat die Bewohner von Japans Hauptstadt am 25. März aufgerufen, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben, soziale Kontakte zu meiden und aus dem Home Office zu arbeiten. Am Freitag, den 27.03. fügte sie hinzu, dass dies auch in der kommenden Woche befolgt werden solle. Die Hauptstadt stehe damit an einem kritischen Punkt; eine Verschärfung der Situation könne zum Ausruf des nationalen Notstands führen. Dies würde Präfekturgouverneuren die Befugnis einräumen, Ausgangssperren zu verhängen. Mehr zum Thema erfahren Sie auf Japan Times.

Darüber hinaus wurde am 01. April verkündet, dass alle öffentlichen Events und Einrichtungen, die von der Präfektur Tōkyō ausgerichtet werden, bis einschließlich 6. Mai abgesagt bzw. geschlossen werden. Das schließt Zoos und Museen ebenfalls ein.

Verschiebung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 | 24.03.2020

Am 24. März hat der japanische Prämierminister Abe Shinzō in Absprache mit dem Internationalen Olympischen Kommitee (IOC) die Verschiebung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 bekanntgegeben – eine historische Entscheidung, die aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht zu vermeiden war. Der neue Eröffnungstermin ist nach aktuellem Stand der 23. Juli 2021. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link.


Für weitere Informationen zur Virus-Pandemie in Deutschland wenden Sie sich bitte an die offiziellen Behörden der Bundesregierung, an das Robert-Koch-Institut und/oder an die Weltgesundheitsorganisation WHO.